Protokollvorlagen für besondere Stillsituationen

Auf der folgenden Seite werden Protokollvorlagen gelistet, die bei besonderen Situationen in der Stillzeit zur Unterstützung eingesetzt werden können.

Mütter, die problemlos stillen, brauchen indes keine Protokolle zu führen: Sie können die Stillzeit entspannt genießen und ihre Kinder einfach spontan und rund um die Uhr nach Bedarf anlegen.

Protokollvorlagen, um die ausreichende Ernährung des Babys sicherzustellen

Um sicherzustellen, dass das Baby an der Brust ausreichend ernährt wird, werden einerseits die Ausscheidungen (mehr im Artikel Urin und Stuhlgang eines neugeborenen, gestillten Babys) und andererseits das Gewicht des Babys regelmäßig protokolliert (mehr dazu in den Artikeln Zu wenig Milch und Ein zweiter Stillbeginn (Relaktation)).

Die genaue Beobachtung der Ausscheidungen und der Gewichtszunahme ist immer dann sinnvoll, wenn das Risiko einer unzureichenden Ernährung besteht, d.h. bei (Verdacht auf) zu wenig Milch, bei Gedeihproblemen, beim Teilstillen, bei einer Relaktation und verschiedenen Risikosituationen (Stillen nach Brust-OP, Stillhütchengebrauch, Stillen bei besonderen Brustwarzenformen, Schmerzen beim Stillen, wunde Brustwarzen, Stillen bei verschiedenen Erkrankungen der Mutter und des Kindes usw.). Die Gewichtsdaten sollten aus der Tabelle in die WHO-Wachstumskurven übertragen und auf diese Weise grafisch dargestellt werden, um die Gewichtswentwicklung besser beurteilen zu können. Diese sollte idealerweise perzentilenparallel verlaufen. Viele Stillberaterinnen benutzen ein Software für eine einfache und aussagefähige Darstellung der Gewichtsentwicklung. Dafür brauchen sie das Geburtsdatum und das Geschlecht des Kindes sowie alle Gewichtsdaten mit Datum.

Protokollvorlagen, wenn das Baby mit gewonnener Muttermilch gefüttert wird

Wenn eine Mutter ihre Milch regelmäßig für ihr Baby manuell oder per Pumpe gewinnen muss, dann ist es sinnvoll, die Pumphäufigkeit und -mengen festzuhalten. Das hilft festzuhalten, ob die Brust ausreichend häufig am Tag stimuliert wird (mehr im Artikel Abpumpen und Aufbewahren von Muttermilch) und wie viel Milch gewonnen wird. Das Protokoll hilft auch festzustellen, welche Entleerungsmethoden bei einer Frau die besten Ergebnisse liefern. Ein vereinfachtes Brustentleerungsprotokoll liefert eine Übersicht über eine ganze Woche, hat aber nur zwei Spalten pro Entleerung.

Wenn die gewonnene Muttermilchmenge grafisch über die Zeit aufgetragen wird, dann lässt sich der zeitliche Trend, ob die Milchproduktion zu- oder abnimmt, gut erkennen.

Protokollvorlagen bei Teilstillen, Steigerung der Milchbildung und Relaktation

Wenn eine Mutter teilstillt oder insbesondere ihre Milchmenge steigern oder sogar relaktieren möchte, dann empfiehlt sich ggf. zusätzlich zu den obigen Protokollen ein Still- und Fütterprotokoll zu führen. Der zeitliche Verlauf der zugefütterten Mengen kann ebenfalls grafisch festgehalten werden, um Trends zu erkennen. Auf diese Weise lässt sich auf die Milchbildung schließen: nimmt die zugefütterte Menge an Säuglingsnahrung im Laufe der Wochen ab, dann lässt sich die Milchbildung erfolgreich steigern. Nimmt die Menge an zugefütterter Säuglingsnahrung jedoch zu, dann findet möglicherweise ein schleichendes Abstillen statt, dem durch eine Änderung des Stillmanagements entgegengesteuert werden sollte.

Feedback zu den Protokollvorlagen

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