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	<title>Neues aus der Stillwelt Archive - Still-Lexikon</title>
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	<description>Infoportal rund ums Stillen</description>
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	<title>Neues aus der Stillwelt Archive - Still-Lexikon</title>
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	<item>
		<title>Hoffnung für die Stillförderung in Deutschland: Das BBF-Projekt</title>
		<link>https://www.still-lexikon.de/hoffnung-fuer-die-stillfoerderung-in-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Still-Lexikon]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Sep 2019 08:34:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues aus der Stillwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf die Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft wurde in den letzten Jahren das Forschungsvorhaben, „Becoming Breastfeeding Friendly“ (BBF) realisiert, um Handlungsfelder der Stillförderung in Deutschland systematisch zu evaluieren und Optimierungsmaßnahmen für die Zukunft zu entwickeln. Das Projekt wurde vom Netzwerk gesund ins Leben und der Nationalen Stillkommission in Zusammenarbeit mit der Universität Yale [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.still-lexikon.de/hoffnung-fuer-die-stillfoerderung-in-deutschland/">Hoffnung für die Stillförderung in Deutschland: Das BBF-Projekt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.still-lexikon.de">Still-Lexikon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf die Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft wurde in den letzten Jahren das Forschungsvorhaben, „<strong>Becoming Breastfeeding Friendly“ (BBF)</strong> realisiert, um Handlungsfelder der Stillförderung in Deutschland systematisch zu evaluieren und Optimierungsmaßnahmen für die Zukunft zu entwickeln. Das Projekt wurde vom <a title="" href="https://www.gesund-ins-leben.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Netzwerk gesund ins Leben</a> und der <a title="" href="https://www.mri.bund.de/de/themen/nationale-stillkommission/nationale-stillkommission/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Nationalen Stillkommission</a> in Zusammenarbeit mit der <a title="" href="https://publichealth.yale.edu/bfci/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Universität Yale</a> durchgeführt. Die Ergebnisse wurden Anfang Juni 2019 auf einer <a title="" href="https://www.gesund-ins-leben.de/inhalt/wie-stillfreundlich-ist-deutschland-31316.html" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Fachkonferenz</a> in Berlin präsentiert.</p>
<p>Ähnlich wie das von ehrenamtlichen Akteuren durchgeführte Projekt <a href="https://www.still-lexikon.de/stillfoerderung-in-deutschland-noch-verbesserungswuerdig/">„World Breastfeeding Trends initiative“ (WBTi)</a> hat auch das BBF-Projekt in vielen Bereichen der Stillförderung Optimierungsbedarf identifiziert. Spannend sind die geplanten Maßnahmen. Diese könnten die Rahmenbedingungen für das Stillen in Deutschland spürbar verbessern. Die geplanten Maßnahmen umfassen unter anderem:</p>
<ul>
<li>Entwicklung einer <strong>nationalen Strategie zur Stillförderung</strong></li>
<li>Einrichtung einer <strong>zentralen Koordinierungsstelle</strong>, welche die weitere Ausarbeitung und Umsetzung der Maßnahmen strukturiert und moderiert</li>
<li><strong>Neuorientierung der Nationalen Stillkommission</strong> inklusive verbesserter Ausstattung mit Ressourcen</li>
<li>Verbesserte <strong>Aus- und Fortbildung von Ärztinnen / Ärzten, Hebammen und weiteren Gesundheitsfachberufen</strong> im Bereich von stillrelevanten Themen</li>
<li>Verankerung von wissenschaftlich basierter Stillförderung und Stillberatung in <strong>medizinischen Leitlinien und Richtlinien</strong>; Kontrolle von deren Umsetzung in den Einrichtungen</li>
<li>Schaffung von adäquaten <strong>Ressourcen für die Stillberatung</strong></li>
<li>Groß angelegte <strong>öffentliche Medienkampagne</strong> für das Stillen</li>
<li>Bündelung und Veröffentlichung von Verstößen gegen die <strong>Regelungen zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten</strong></li>
<li>Systematisches <strong>Stillmonitoring</strong></li>
</ul>
<p>Die Planung ist beeindruckend und im Vergleich zum aktuellen Stand der staatlichen Stillförderung ehrgeizig. Die Konkretisierung der Planung soll bis 2021 abgeschlossen werden, für die Umsetzung der Maßnahmen sind 5 bis 10 Jahre vorgesehen. Es besteht Hoffnung, dass (werdende) Mütter mithilfe der neuen Maßnahmen in der nahen Zukunft auf allen Ebenen stillfreundliche Bedingungen vorfinden werden.</p>
<p>Eine zentral koordinierte staatliche Stillförderung stellt eine komplett neue Ausgestaltung der deutschen Stillförderlandschaft dar. Neben vieler engagierter Hebammen, der <a title="" href="https://www.still-lexikon.de/who-unicef-initiative-babyfreundlich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WHO/UNICEF-Initiative Babyfreundlich</a> und rudimentären staatlichen Strukturen fußte Stillförderung in Deutschland in den letzten Jahrzehnten zu einem erheblichen Anteil auf verschiedenen zivilgesellschaftlichen Initiativen: Die heute vorhandene Unterstützungsinfrastruktur und Expertise sind nicht zuletzt dem ehrenamtlichen Engagement der Stillorganisationen der <a href="https://www.still-lexikon.de/la-leche-liga-stellt-sich-vor/">La Leche Liga</a>, der <a href="https://www.still-lexikon.de/angebote-der-arbeitsgemeinschaft-freier-stillgruppen-afs/">Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen</a>, und u.a. dem neu entstandenen <a href="https://www.still-lexikon.de/was-machen-still-und-laktationsberaterinnen-ibclc/">Beruf der Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC</a>, ihren Berufsverbänden sowie Aus- und Fortbildungsinstituten zu verdanken.</p>
<p>Für die Gewährleitung guter Rahmenbedingungen für den Schutz und die Förderung des Stillens werden jedoch effektive staatliche Maßnahmen gebraucht. Nun scheint der Wunsch, dass der deutsche Staat und seine Organe Stillförderung auf ihre Fahnen schreiben, endlich in Erfüllung zu gehen. Es bleibt spannend, in welchem Umfang sich die geplanten Maßnahmen in den nächsten Jahren umsetzen lassen.</p>
<p><strong><em>Quellen und weiterführende Literatur:</em></strong></p>
<ul>
<li><em><a href="http://www.gesund-ins-leben.de/inhalt/wie-stillfreundlich-ist-deutschland-31316.html">gesund-ins-leben.de/inhalt/wie-stillfreundlich-ist-deutschland-31316.html</a></em></li>
<li><a title="" href="https://www.gesund-ins-leben.de/_data/files/bbf_faktenblatt_ergebnisse.pdf" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer"><em>So wird Deutschland stillfreundlich! Ergebnisse und Empfehlungen aus dem internationalen Forschungsvorhaben Becoming Breastfeeding Friendly</em></a></li>
<li><a title="" href="https://www.gesund-ins-leben.de/_data/files/bbf_empfehlungen.pdf" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer"><em>Empfehlungen zur Stillförderung in Deutschland. Handlungsansätze des Forschungsvorhabens Becoming Breastfeeding Friendly.</em></a></li>
</ul>
<p><strong>AUCH INTERESSANT:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><a href="https://www.still-lexikon.de/stillfoerderung-in-deutschland-noch-verbesserungswuerdig/">Stillförderung in Deutschland: noch verbesserungswürdig! Die WBTi-Ergebnisse</a></li>
<li><a title=" UNICEF fordert reiche Länder auf, das Stillen stärker zu fördern" href="https://www.still-lexikon.de/unicef-fordert-reiche-laender-auf-das-stillen-staerker-zu-foerdern/" rel="bookmark">UNICEF fordert reiche Länder auf, das Stillen stärker zu fördern </a></li>
<li><a href="https://www.still-lexikon.de/warum-das-stillen-haeufig-nicht-klappt/">Warum das Stillen häufig nicht klappt</a></li>
<li id="post-4620"><a title=" Beispielloses globales Wachstum der Säuglingsnahrungsindustrie" href="https://www.still-lexikon.de/beispielloses-globales-wachstum-der-saeuglingsnahrungsindustrie/" rel="bookmark">Beispielloses globales Wachstum der Säuglingsnahrungsindustrie </a></li>
<li><a title=" Erweiterte Anleitung zum WHO-Kodex erschienen" href="https://www.still-lexikon.de/erweiterte-anleitung-zum-who-kodex-erschienen/" rel="bookmark">Erweiterte Anleitung zum WHO-Kodex erschienen</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.still-lexikon.de/hoffnung-fuer-die-stillfoerderung-in-deutschland/">Hoffnung für die Stillförderung in Deutschland: Das BBF-Projekt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.still-lexikon.de">Still-Lexikon</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Stillförderung in Deutschland: noch verbesserungswürdig! Die WBTi-Ergebnisse</title>
		<link>https://www.still-lexikon.de/stillfoerderung-in-deutschland-noch-verbesserungswuerdig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Still-Lexikon]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Apr 2019 09:12:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues aus der Stillwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ob eine Mutter ihr Kind stillt und wie lange sie es tut, ist nicht nur ihre persönliche Entscheidung, sondern hängt maßgeblich von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Stillförderung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, wobei der Staat und weitere zentrale Akteure wie Krankenhäuser, Krankenkassen, Arbeitgeber, Berufsverbände usw. in der Verantwortung stehen, die nötigen strukturellen Rahmenbedingungen zu schaffen. In [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.still-lexikon.de/stillfoerderung-in-deutschland-noch-verbesserungswuerdig/">Stillförderung in Deutschland: noch verbesserungswürdig! Die WBTi-Ergebnisse</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.still-lexikon.de">Still-Lexikon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ob eine Mutter ihr Kind stillt und wie lange sie es tut, ist nicht nur ihre persönliche Entscheidung, sondern hängt maßgeblich von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Stillförderung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, wobei der Staat und weitere zentrale Akteure wie Krankenhäuser, Krankenkassen, Arbeitgeber, Berufsverbände usw. in der Verantwortung stehen, die nötigen strukturellen Rahmenbedingungen zu schaffen<em>.</em></strong></p>
<p>In den letzten Jahren sind mehrere Projekte initiiert worden, welche den Stand der Stillförderung in Deutschland evaluieren, und die als Grundlage für politische Aktionen auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene dienen sollen. Eines dieser Projekte ist die „World Breastfeeding Trends Initiative“, abgekürzt WBT<em>i</em>, welche bereits in 97 Ländern der Welt einschließlich 18 europäischer Länder durchgeführt worden ist. Wie das WBT<em>i</em>-Projekt aufzeigt, rangiert Deutschland in Bezug auf die Stillförderung in Europa auf dem vorletzten Platz vor Österreich und weltweit auf Rang 94 von insgesamt 97 Ländern. Ein Großteil der Arbeit für den Schutz, die Förderung und Unterstützung des Stillens wird in Deutschland als ehrenamtliche und unbezahlte Arbeit geleistet, ohne ausreichende politische Unterstützung und Finanzierung.</p>
<p><strong>Einige wichtige Ergebnisse von WBT<em>i</em> Deutschland:</strong></p>
<ul>
<li>Es fehlt bislang eine verbindliche und umfassende <strong>nationale Strategie</strong> zum Schutz und Förderung des Stillens.</li>
<li>Zwar gibt es seit 1994 eine <strong>Nationale Stillkommission</strong>, diese hat jedoch kaum Befugnisse und Ressourcen, dafür aber Interessenkonflikte: Es gibt in der Nationalen Stillkommission Mitglieder, die auch für die Säuglingsnahrungsindustrie tätig sind.</li>
<li><strong>Es ist in deutschem Gesundheitssystem Glückssache, ob man kompetente Stillunterstützung erhält.</strong> In der Aus- und Fortbildung von Ärzten und Pflegenden kommen relevante und komplexe Stillthemen kaum vor; in der Ausbildung von Hebammen wird Stillen zwar behandelt, aber in unzureichendem Umfang. Eine regelmäßige Fortbildung von Hebammen im Bereich Stillen ist nicht gesichert. <strong>Die Versorgung mit Hebammen und Stillberaterinnen ist lückenhaft.</strong></li>
<li>In der großen Mehrheit der Entbindungs- und Kinderkliniken ist die Stillförderung lückenhaft – lediglich 14,5% der Häuser sind nach den Kriterien der <a href="https://www.still-lexikon.de/who-unicef-initiative-babyfreundlich/"><strong>WHO/UNICEF-Initiative Babyfreundlich </strong></a>zertifiziert<strong>.</strong></li>
<li>Der Gesetzgeber lässt wesentliche Elemente des <strong>WHO-Kodex</strong> <strong>zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten</strong> unberücksichtigt. Werbung für Säuglingsnahrung ist sowohl vor Ort als auch im Internet ubiquitär. Im Gesundheitssystem sind Interessenkonflikte durch eine enge Zusammenarbeit mit der Säuglingsnahrungsindustrie auf mehreren Ebenen weit verbreitet.</li>
<li>In Punkto <a href="https://www.still-lexikon.de/mutterschutzgesetz/"><strong>Mutterschutz</strong></a> gehört Deutschland zu den Vorreitern, dennoch gibt es auch hier noch Optimierungsbedarf, wie eine bessere Unterstützung des Stillens am Arbeitsplatz und in Kindertagesstätten. So sind Kitas und Erzieherinnen auf die Betreuung gestillter Kinder und das Füttern von Muttermilch in aller Regel nicht eingerichtet und sind in dem Bereich nicht geschult. Die gesetzlich vorgesehenen Stillzeiten werden nur auf Verlangen gewährt, nicht automatisch. Einige Mütter trauen sich nicht, diese in Anspruch zu nehmen, aus Sorge vor negativen Konsequenzen.</li>
<li>Viele Informationen und Materialien, die im Gesundheitswesen zum Thema Stillen und Säuglingsernährung verwendet werden, werden von der <strong>Säuglingsnahrungsindustrie</strong> herausgegeben oder beeinflusst, Fortbildungen für medizinisches Personal werden vielfach von der Säuglingsnahrungsindustrie gesponsert oder sogar durchgeführt.</li>
<li>Es besteht eine Diskrepanz zwischen den <strong>offiziellen Stillempfehlungen</strong> in Deutschland (4 bis 6 Monate ausschließliches Stillen, keine Angaben zur Bedeutung des weiteren Stillens) sowie den <a href="https://www.still-lexikon.de/empfehlungen-der-who-fuer-die-ernaehrung-gestillter-kinder/">WHO-Empfehlungen</a> (6 Monate ausschließliches Stillen und Weiterstillen bis das Kind zwei Jahre alt ist oder darüber hinaus).</li>
</ul>
<p>Aus den festgestellten Versorgungslücken wurden im WBT<em>i</em>-Bericht Empfehlungen für politische Aktionen abgeleitet. Ein Follow-up findet anschließend regelmäßig, alle 3 bis 5 Jahre statt.</p>
<p><strong>Am WBTi-Projekt mitgearbeitet haben:</strong></p>
<ul>
<li><a title="" href="http://www.stillberatung-rosin.de" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Dr. Stefanie Rosin</a> (Landes-Projektkoordinatorin für WBTi Deutschland), <a title="" href="http://www.reich-schottky.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Utta Reich-Schottky</a> (<a title="" href="https://www.ausbildung-stillbegleitung.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">DAIS</a>), Vera Hesels (<a title="" href="https://www.babyfreundlich.org/eltern.html" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">BFHI Deutschland</a>), Elien Rouw (Nationale Stillkommission, Board of Directors, Academy of Breastfeeding Medicine), Dr. Elena von der Lippe (Robert-Koch-Institut, <a title="" href="https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Kiggs/kiggs_node.html" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">KiGGS</a>), Magdalena Stosik und Uta Tanzer (<a title="" href="https://www.afs-stillen.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen</a>), Charlotte Scherzinger (Gynäkologin am Klinikum Nürnberg), Harald Manninga (Aktionsgruppe Babynahrung), Dr. Tharane Probst (Gynäkologin), Erika Nehlsen (<a title="" href="http://www.stillen.de" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Ausbildungszentrum Laktation und Stillen</a>).</li>
</ul>
<p><strong>AUCH INTERESSANT:</strong></p>
<ul>
<li><a href="https://www.still-lexikon.de/hoffnung-fuer-die-stillfoerderung-in-deutschland/">Hoffnung für die Stillförderung in Deutschland: Das BBF-Projekt</a></li>
<li><a title=" UNICEF fordert reiche Länder auf, das Stillen stärker zu fördern" href="https://www.still-lexikon.de/unicef-fordert-reiche-laender-auf-das-stillen-staerker-zu-foerdern/" rel="bookmark">UNICEF fordert reiche Länder auf, das Stillen stärker zu fördern </a></li>
<li><a href="https://www.still-lexikon.de/warum-das-stillen-haeufig-nicht-klappt/">Warum das Stillen häufig nicht klappt</a></li>
<li id="post-4620"><a title=" Beispielloses globales Wachstum der Säuglingsnahrungsindustrie" href="https://www.still-lexikon.de/beispielloses-globales-wachstum-der-saeuglingsnahrungsindustrie/" rel="bookmark">Beispielloses globales Wachstum der Säuglingsnahrungsindustrie </a></li>
<li><a title=" Erweiterte Anleitung zum WHO-Kodex erschienen" href="https://www.still-lexikon.de/erweiterte-anleitung-zum-who-kodex-erschienen/" rel="bookmark">Erweiterte Anleitung zum WHO-Kodex erschienen </a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.still-lexikon.de/stillfoerderung-in-deutschland-noch-verbesserungswuerdig/">Stillförderung in Deutschland: noch verbesserungswürdig! Die WBTi-Ergebnisse</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.still-lexikon.de">Still-Lexikon</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der protektive Effekt des Stillens vor Bluthochdruck ist über Jahrzehnte nachweisbar</title>
		<link>https://www.still-lexikon.de/der-protektive-effekt-des-stillens-vor-bluthochdruck-ist-ueber-jahrzehnte-nachweisbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Still-Lexikon]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Oct 2018 19:27:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues aus der Stillwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gab schon seit Längerem Hinweise darauf, dass Stillen die Mutter vor Bluthochdruck schützen kann. Eine neue systematische Übersichtsarbeit fasst nun die Ergebnisse aller weltweit durchgeführten Studien zum Zusammenhang zwischen Stillen und Bluthochdruck zusammen. Insgesamt konnten 19 Studien zum Thema identifiziert und in die Analyse eingeschlossen werden. Studien, die lediglich kurze Stillintervalle (bis 14 Tage) [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.still-lexikon.de/der-protektive-effekt-des-stillens-vor-bluthochdruck-ist-ueber-jahrzehnte-nachweisbar/">Der protektive Effekt des Stillens vor Bluthochdruck ist über Jahrzehnte nachweisbar</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.still-lexikon.de">Still-Lexikon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_9085" aria-describedby="caption-attachment-9085" style="width: 309px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-9085" src="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2018/10/Blutdruck-messen-41664023_s-309x221.jpg" alt="Arzt misst Blutdruck bei einer Frau" width="309" height="221" srcset="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2018/10/Blutdruck-messen-41664023_s-309x221.jpg 309w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2018/10/Blutdruck-messen-41664023_s-309x221-150x107.jpg 150w" sizes="(max-width: 309px) 100vw, 309px" /><figcaption id="caption-attachment-9085" class="wp-caption-text">Stillen kann das Bluthochdruckrisiko der Mutter für Jahrzehnte senken. (© Levente Györi)</figcaption></figure>
<p>Es gab schon seit Längerem Hinweise darauf, dass Stillen die Mutter vor Bluthochdruck schützen kann. Eine neue systematische Übersichtsarbeit fasst nun die Ergebnisse aller weltweit durchgeführten Studien zum Zusammenhang zwischen Stillen und Bluthochdruck zusammen. Insgesamt konnten 19 Studien zum Thema identifiziert und in die Analyse eingeschlossen werden. Studien, die lediglich kurze Stillintervalle (bis 14 Tage) untersuchten, konnten keinen protektiven Zusammenhang feststellen. Die Studien, welche längere Stillintervalle untersuchten, zeigten jedoch einen klaren protektiven Effekt. Die kürzeste Stilldauer, die mit einem protektiven Effekt einherging, betrug einen Monat. Dies zeigt, dass die physiologischen Mechanismen, welche das mütterliche Bluthochdruckrisiko beeinflussen, sich nicht sofort nach der Geburt, aber in kurzer Zeit entwickeln. Die Schutzwirkung des Stillens konnte in der systematischen Analyse über zwei bis drei Jahrzehnte nachgewiesen werden und hält wahrscheinlich ein Leben lang an.</p>
<p>Die Laktation (Milchbildung) scheint den mütterlichen Stoffwechsel  auf vielfältige Weise und möglicherweise für immer günstig zu beeinflussen, wobei der genaue Mechanismus noch nicht verstanden ist. Die Schutzwirkung vor verschiedenen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt und Diabetes beruht wahrscheinlich auf einem gemeinsamen Mechanismus.</p>
<p><em><strong>Quelle: </strong></em></p>
<ul>
<li><em>Bonifacino E, Schwartz EB, Jun H, Wessel CB, Corbelli JA: Effect of Lactation on Maternal Hypertension: A Systematic Review. Breastfeeding Medicine, Okt. 2018 <a title="" href="https://doi.org/10.1089/bfm.2018.0108" target="_blank" rel="nofollow noopener">https://doi.org/10.1089/bfm.2018.0108</a></em></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.still-lexikon.de/der-protektive-effekt-des-stillens-vor-bluthochdruck-ist-ueber-jahrzehnte-nachweisbar/">Der protektive Effekt des Stillens vor Bluthochdruck ist über Jahrzehnte nachweisbar</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.still-lexikon.de">Still-Lexikon</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>UNICEF fordert reiche Länder auf, das Stillen stärker zu fördern</title>
		<link>https://www.still-lexikon.de/unicef-fordert-reiche-laender-auf-das-stillen-staerker-zu-foerdern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Still-Lexikon]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jun 2018 10:23:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues aus der Stillwelt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.still-lexikon.de/?p=8675</guid>

					<description><![CDATA[<p>In reichen Ländern werden fünfmal so viele Babys nicht gestillt wie in unterentwickelten Ländern, berichtet das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen in einer aktuellen Stellungnahme. Weltweit werden 7,6 Millionen Babys pro Jahr nie gestillt. In reichen Ländern erhalten 21% der Babys niemals Muttermilch, während in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen nur 4% der Babys niemals [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.still-lexikon.de/unicef-fordert-reiche-laender-auf-das-stillen-staerker-zu-foerdern/">UNICEF fordert reiche Länder auf, das Stillen stärker zu fördern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.still-lexikon.de">Still-Lexikon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_8677" aria-describedby="caption-attachment-8677" style="width: 151px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="size-full wp-image-8677" src="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2018/06/UNICEF-Logo.png" alt="UNICEF-Logo" width="151" height="151" srcset="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2018/06/UNICEF-Logo.png 151w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2018/06/UNICEF-Logo-100x100.png 100w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2018/06/UNICEF-Logo-150x150.png 150w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2018/06/UNICEF-Logo-85x85.png 85w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2018/06/UNICEF-Logo-50x50.png 50w" sizes="(max-width: 151px) 100vw, 151px" /><figcaption id="caption-attachment-8677" class="wp-caption-text">© UNICEF</figcaption></figure>
<p>In reichen Ländern werden fünfmal so viele Babys nicht gestillt wie in unterentwickelten Ländern, berichtet das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen in einer aktuellen Stellungnahme. Weltweit werden 7,6 Millionen Babys pro Jahr nie gestillt. In reichen Ländern erhalten 21% der Babys niemals Muttermilch, während in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen nur 4% der Babys niemals gestillt werden.</p>
<p>Einer Erhebung von UNICEF zufolge erhalten in den armen Ländern Bhutan, Madagaskar und Peru 99% der Babys Muttermilch, während in Irland lediglich 55%, in den USA 74%, in Spanien 77% und in Deutschland 82% jemals gestillt werden. Dabei spielen kulturelle und soziale Normen eine entscheidende Rolle sowie die fehlende Unterstützung der Mütter im Gesundheitswesen, durch die Väter, die Familien, Arbeitgeber und die Gesellschaft.</p>
<p>Stillen schützt auch in reichen Ländern die Gesundheit von Kind um Mutter. Darüber hinaus steigert Stillen die Gehirnentwicklung und die Bildungschancen von Kindern.</p>
<p>UNICEF fordert daher die Regierungen, die Privatwirtschaft und die Zivilgesellschaft auf, das Bewusstsein für die Bedeutung des Stillens zu stärken und die finanzielle Unterstützung zu erhöhen, um die Stillraten von der Geburt bis zum Alter von zwei Jahren und darüber hinaus zu steigern. Als Maßnahmen zur Steigerung der Stillraten werden der Ausbau der <a href="https://www.still-lexikon.de/who-unicef-initiative-babyfreundlich/">babyfreundlichen Geburtshilfe</a>, bezahlter Mutterschaftsurlaub, bezahlte Stillpausen am Arbeitsplatz und eine effektive Regulierung der Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten entsprechend dem WHO-Kodex genannt.</p>
<p><strong>Quelle: </strong></p>
<p>UN News: UNICEF urges wealthy countries to encourage more breastfeeding. 10. Mai 2018; <a title="" href="https://news.un.org/en/story/2018/05/1009322" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">https://news.un.org/en/story/2018/05/1009322</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.still-lexikon.de/unicef-fordert-reiche-laender-auf-das-stillen-staerker-zu-foerdern/">UNICEF fordert reiche Länder auf, das Stillen stärker zu fördern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.still-lexikon.de">Still-Lexikon</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erweiterte Anleitung zum WHO-Kodex erschienen</title>
		<link>https://www.still-lexikon.de/erweiterte-anleitung-zum-who-kodex-erschienen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Still-Lexikon]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2017 14:48:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues aus der Stillwelt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.still-lexikon.de/?p=7446</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist in einer neuen, erweiterten Anleitung zum  WHO-Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten darauf hin, dass auch Folgemilch und Kindermilch unter den Kodex fallen und nicht beworben werden dürfen. Zudem betont sie, dass Geschenke an Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Sponsoring von Fachgesellschaften, Vereinen und Veranstaltungen im Gesundheitswesen durch Hersteller von Baby- und Kleinkindnahrung [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.still-lexikon.de/erweiterte-anleitung-zum-who-kodex-erschienen/">Erweiterte Anleitung zum WHO-Kodex erschienen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.still-lexikon.de">Still-Lexikon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7447" aria-describedby="caption-attachment-7447" style="width: 250px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="size-full wp-image-7447" src="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2017/10/24903794_s-Pulvermilch-e1509115823550.jpg" alt="Eine Mutter stellt aus Milchpulver und Wasser Säuglingsmilch her." width="250" height="200" /><figcaption id="caption-attachment-7447" class="wp-caption-text">Werbung für Milchnahrungen für Kinder unter drei Jahren ist nicht erlaubt. (© Robert Hainer)</figcaption></figure>
<p><strong>Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist in einer neuen, erweiterten Anleitung zum  WHO-Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten darauf hin, dass auch Folgemilch und Kindermilch unter den Kodex fallen und nicht beworben werden dürfen. Zudem betont sie, dass Geschenke an Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Sponsoring von Fachgesellschaften, Vereinen und Veranstaltungen im Gesundheitswesen durch Hersteller von Baby- und Kleinkindnahrung ebenfalls nicht erlaubt sind. Durch die neue Anleitung soll der unangemessenen Vermarktung von Nahrung für Säuglinge und kleine Kinder Einhalt geboten werden.</strong></p>
<p>In einer vor Kurzem veröffentlichten Stellungnahme der Vereinten Nationen wird darauf hingewiesen, dass <strong>Stillen ein Menschenrecht</strong> ist und zwar sowohl für das Kind als auch für die Mutter. Die Mutter ist zwar nicht verpflichtet zu stillen, aber sie hat das Recht auf korrekte und unabhängige Informationen und ein Umfeld, das ihr das Stillen ermöglicht. Stillen reduziert die Kindersterblichkeit, steigert die Intelligenz der Kinder und verbessert die Gesundheit von Mutter und Kind. Experten der Vereinten Nationen fordern daher die Staaten auf, die irreführende, aggressive und unangemessene Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten zu stoppen.<span id="DeltaPlaceHolderMain"><span id="ctl00_PlaceHolderMain_DisplayNewsID_lblNewsFullText" class="lblnewsfulltext"></span></span></p>
<p>Die zunehmend aggressive Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten ist besorgniserregend. Weltweit <a href="https://www.still-lexikon.de/beispielloses-globales-wachstum-der-saeuglingsnahrungsindustrie/">wächst der Umsatz von Säuglingsnahrung</a> rapide an. Während der weltweite Umsatz im Jahr 2014 noch 44,8 Milliarden US$ betrug, wird dieser für das Jahr 2019 auf 70,6 Milliarden US$ prognostiziert. Dieses Marktwachstum erfolgt auf Kosten des Stillens. Die erweiterte Anleitung der WHO ist eine Reaktion auf die permanente Verletzung des WHO-Kodexes. Sie stellt Folgendes klar:</p>
<ol>
<li>Folgemilch und Kindermilch, welche für Kinder unter 3 Jahren (36 Monaten) vermarktet werden, fallen unter den WHO-Kodex und dürfen nicht beworben werden.</li>
<li>Botschaften über Beikost sollen immer darauf hinweisen, dass Beikost nicht vor dem 6. Lebensmonat eingeführt werden soll und dass Stillen neben Beikost mindestens bis zum Alter von zwei Jahren fortgesetzt werden soll.</li>
<li>Etiketten und Verpackungsdesign von Beikostprodukten soll sich von denen auf Muttermilchersatznahrung unterscheiden, um eine sog. „Cross Promotion“, d.h. die Übertragung des Werbeeffekts auf Milchnahrung zu vermeiden.</li>
<li>Firmen, die Muttermilchersatznahrung (Anfangs- und Folgenahrung oder Kindermilch) vermarkten, dürfen keinen direkten Kontakt zu Eltern oder anderen Bezugspersonen herstellen (also keine Elternberatung, „Babyclubs“, Facebook-Gruppen, Wettbewerbe usw.).</li>
<li>Jede Spende an das Gesundheitssystem von Firmen, welche Nahrung für Babys und kleine Kinder vermarkten, stellt einen Interessenkonflikt dar und sollte unterbleiben. Mitarbeiter im Gesundheitsbereich, medizinische und ernährungswissenschaftliche Fachgesellschaften, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen dürfen keine Spenden / Sponsoring von Firmen annehmen, die Muttermilchersatzprodukte vermarkten.</li>
<li>Konferenzen, Symposien und Kongresse von Fachleuten im Gesundheitswesen dürfen nicht durch Firmen gesponsert werden, welche Nahrung für Säuglinge und kleine Kinder vermarkten.</li>
</ol>
<h2>WHO-Kodex-Verletzungen sind allgegenwärtig</h2>
<p>In Deutschland sind wir von der vollständigen Umsetzung des WHO-Kodexes weit entfernt. Alleine für Säuglingsanfangsnahrung gibt es ein Werbeverbot. Folgenahrungen und Kindermilch werden jedoch intensiv beworben. Werbung für Milchnahrung für größere Säuglinge und junge Kinder ist aus mehreren Gründen problematisch. Erstens ersetzen diese Milchnahrungen Muttermilch. Schließlich sollen laut WHO auch ältere Säuglinge und kleine Kinder weiterhin gestillt werden, mindestens, bis sie zwei Jahre alt sind. Jegliche Milchnahrung speziell für Säuglinge und kleine Kinder ist ein Muttermilchersatz. Zweitens überträgt sich der Werbeeffekt für Folgemilch auch auf die Anfangsnahrung.</p>
<p>Flaschenernährung von Säuglingen und Werbung für Flaschen und Sauger sind in allen Medien (Fernsehen, Internet, Zeitschriften usw.) allgegenwertig, obwohl sie ebenfalls gegen den WHO-Kodex verstößt. Denn auch die Propagierung von Flaschenernährung ist ein Hindernis für das Stillen.</p>
<p>Alle großen Hersteller von Säuglingsmilch bieten entgegen den Vorgaben des WHO-Kodexes direkte Elternberatung und Vorteilsprogramme z.B. in Form von Babyclubs an. Sie haben auch in den sozialen Medien eigene Seiten für Mütter und geben ihnen Ernährungstipps. Verdeckte Werbung z.B. über Mama-Blogger oder bezahlte Forenbeiträge kommt noch hinzu.</p>
<p>Pädiatrische (z.B. die Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (GPGE) e.V.) wie ernährungswissenschaftliche Fachgesellschaften (z.B. das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) Dortmund) sowie Institutionen der öffentlichen Gesundheitsförderung (Netzwerk junge Familie e.V.), die in Deutschland Empfehlungen zur Säuglingsnahrung herausgeben, pflegen enge Verbindungen zur Säuglingsnahrungsindustrie. Säuglingsnahrungshersteller sind praktisch auf allen pädiatrischen Konferenzen als Sponsoren oder Aussteller anwesend und fördern Forschungs- und Publikationsprojekte. Sie sind wahrscheinlich die wichtigsten Veranstalter für Fortbildungen zur Säuglingsernährung für medizinisches Fachpersonal. Auch in der Nationalen Stillkommission sitzen Mitglieder, die mit der Säuglingsnahrungsindustrie zusammenarbeiten. Diese Verbindungen stellen massive Interessenkonflikte dar.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<ul>
<li><em>Grummer-Strawn LM, Zehner E, Stahlhofer M et al. New world health organization guidance helps prot</em><em>ect breastfeeding as a human right. Matern Child Nutr 2017;13:e12491 </em></li>
<li><em>United Nations Office of the High Commissioner for Human Rights. Breastfeeding a matter of human right, say UN experts, urging action on formula milk. 2016 New York: United Nations.</em></li>
<li><em>WHO: Maternal, infant and young child nutrition: Guidance on ending the inappropriate promotion of foods for infants and young children. 2016 Geneva, Switzerland: World Health Organization. <a title="" href="http://apps.who.int/gb/ebwha/pdf_files/WHA69/A69_7Add1-en.pdf" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">http://apps.who.int/gb/ebwha/pdf_files/WHA69/A69_7Add1-en.pdf</a></em></li>
<li><em>Yeong JK: Breaking the rules 2014 (BTR) evidence of violations of the Internationals Code of Marketing of Breast-milk Substitutes and subsequent resolutions compiled from January 2011 to December 2013. 2016 Penjang, Malaysia: IBFAN-ICDC. <a title="" href="http://www.babymilkaction.org/wp-content/uploads/2014/05/BTR14inbrief.pdf" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">http://www.babymilkaction.org/wp-content/uploads/2014/05/BTR14inbrief.pdf</a></em></li>
<li><em>Ziemer D: Gut ist, was dem Baby gut tut. https://www.doerthe-ziemer.de/Referenzen</em></li>
</ul>
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		<title>Stillen schützt Dosis-abhängig vor chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen</title>
		<link>https://www.still-lexikon.de/stillen-schuetzt-dosis-abhaengig-vor-chronisch-entzuendlichen-darmerkrankungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Still-Lexikon]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Oct 2017 16:53:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues aus der Stillwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die bis dato unheilbaren chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa sind vor allem in Westeuropa und Nordamerika sehr verbreitet und betreffen immer mehr Menschen. Die Ursachen dieser Erkrankungen sind bislang noch nicht vollständig aufgeklärt. Es wird angenommen, dass neben genetischer Prädisposition eine Fehlregulation der Immunreaktion im Darm der Patienten eine Rolle spielt. Insbesondere Faktoren, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7434" aria-describedby="caption-attachment-7434" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-7434" src="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2017/10/83229157_s-Colitis-Ulcerosa-e1507826654392.jpg" alt="Frau mit Bauchschmerzen" width="300" height="200" /><figcaption id="caption-attachment-7434" class="wp-caption-text">Stillen schützt vor der Entwicklung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Je länger ein Mensch gestillt wurde, umso geringer ist sein Erkrankungsrisiko. (© Tharakorn Arunothai)</figcaption></figure>
<p>Die bis dato unheilbaren chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa sind vor allem in Westeuropa und Nordamerika sehr verbreitet und betreffen immer mehr Menschen. Die Ursachen dieser Erkrankungen sind bislang noch nicht vollständig aufgeklärt. Es wird angenommen, dass neben genetischer Prädisposition eine Fehlregulation der Immunreaktion im Darm der Patienten eine Rolle spielt. Insbesondere Faktoren, die im frühen Lebensalter das Darm-Mikrobiom stören, stehen unter dem Verdacht, zur Entstehung dieser Erkrankungen beizutragen.</p>
<p>Eine aktuelle Metaanalyse (Xu et al. 2017), welche die Ergebnisse von 35 Primärstudien zu diesem Thema berücksichtigt hat, kommt zum Schluss, dass zwischen Stillen und dem Auftreten chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen ein starker umgekehrter und Dosis-abhängiger Zusammenhang besteht: Je länger ein Mensch in seiner frühen Kindheit gestillt wurde, umso geringer ist sein späteres Risiko, an Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa zu erkranken.</p>
<p>Der schützende Effekt des Stillens zeigt sich bereits bei jeglichem Stillen im Vergleich zu gar keinem Stillen (relatives Risiko 0,71 bei Morbus Crohn und 0,78 bei Colitis Ulcerosa) und verstärkt sich mit längerer Stilldauer. Bei einer Stilldauer von mindestens 3 Monaten betrug das relative Risiko 0,62 bei Morbus Crohn und 0,63 bei Colitis Ulcerosa. Bei einer Stilldauer von mindestens 12 Monaten betrug dieses bereits 0,20 bei Morbus Crohn und 0,21 bei Colitis Ulcerosa. Das heißt, der größte Effekt zeigt sich, wenn ein Mensch mindestens 12 Monate lang gestillt wurde.</p>
<p>Stillen beugt durch verschiedene Wirkmechanismen entzündlichen Darmerkrankungen vor: So schützt es den Darm vor der Besiedlung durch das Bakterium <em>Clostridium difficile</em>. Dieses Bakterium begünstigt eine allergische Sensibilisierung, atopische Reaktionen und Immunerkrankungen. Zweitens schützen verschiedene Komponenten in der Muttermilch – Lysozym, Laktoferrin und Immunglobuline – das Kind vor Infektionen. Sowohl die Infektionen selbst als auch die Antibiotika, welche zur Behandlung dieser Infektionen eingesetzt werden, sind mit einem erhöhten Risiko für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen assoziiert. Drittens beeinflussen Bestandteile der Muttermilch, wie das epidermale Wachstumshormon, der Insulin-ähnliche Wachstumsfaktor, Leptin und Adiponectin, die Entwicklung der Schleimhautimmunität des Darms und reduzieren auf diese Weise das Risiko von Immunerkrankungen.</p>
<p>Diese Ergebnisse zeigen, dass die schützende Wirkung des Stillens weit über das Säuglingsalter hinausgeht.</p>
<p><strong><em>Quelle:</em></strong></p>
<ul>
<li><em>Xu L, Lochhead P, Ko Y, Claggett B, Leong RW, Ananthakrishnan AN: </em><em>Systematic review with meta-analysis: breastfeeding and the risk of Crohn&#8217;s disease and ulcerative colitis. </em><em>Aliment Pharmacol Ther 2017 Sep 11. doi: 10.1111/apt.14291.</em></li>
</ul>
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		<title>Hunderte Bakterienarten in der Muttermilch prägen die Darmflora des Babys</title>
		<link>https://www.still-lexikon.de/hunderte-bakterienarten-in-der-muttermilch-praegen-die-darmflora-des-babys/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Still-Lexikon]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Aug 2017 12:54:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues aus der Stillwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Muttermilch, welche um die 700 lebende Bakterienarten enthält, beeinflusst die bakterielle Besiedlung des kindlichen Darmsystems. Eine aktuelle Studie zeigt auf, dass etwa 30% der nützlichen Bakterien im Darmsystem überwiegend gestillter Babys direkt aus der Muttermilch stammen. Etwa 10% stammen von der Haut der mütterlichen Brust durch den Kontakt beim Stillen. Weitere Quellen für Darmbakterien sind [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7274" aria-describedby="caption-attachment-7274" style="width: 150px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7274 size-thumbnail" src="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2017/08/Bakterienkulturen-Mikrospkop-123_48917064_s-150x150.jpg" alt="Darmbakterien im Mikroskop" width="150" height="150" srcset="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2017/08/Bakterienkulturen-Mikrospkop-123_48917064_s-150x150.jpg 150w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2017/08/Bakterienkulturen-Mikrospkop-123_48917064_s-300x300.jpg 300w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2017/08/Bakterienkulturen-Mikrospkop-123_48917064_s-100x100.jpg 100w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2017/08/Bakterienkulturen-Mikrospkop-123_48917064_s-85x85.jpg 85w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2017/08/Bakterienkulturen-Mikrospkop-123_48917064_s-50x50.jpg 50w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><figcaption id="caption-attachment-7274" class="wp-caption-text">Bakterien aus der Muttermilch schützen die Gesundheit des Babys (© Mackoflower)</figcaption></figure>
<p>Muttermilch, welche um die 700 lebende Bakterienarten enthält, beeinflusst die bakterielle Besiedlung des kindlichen Darmsystems. Eine aktuelle Studie zeigt auf, dass etwa 30% der nützlichen Bakterien im Darmsystem überwiegend gestillter Babys direkt aus der Muttermilch stammen. Etwa 10% stammen von der Haut der mütterlichen Brust durch den Kontakt beim Stillen. Weitere Quellen für Darmbakterien sind u.a. der Geburtskanal, weitere Personen und die Umgebung des Säuglings. Säuglinge, die per Kaiserschnitt geboren werden, besitzen ein Mikrobiom, welches weniger an das der Mutter erinnert als bei vaginal geborenen Säuglingen.</p>
<p>Die Bakterien aus der Muttermilch trainieren das Immunsystem des Säuglings, helfen, die Nahrung zu verdauen, und schützen vor schädlichen Keimen. Der Ursprung der Muttermilchbakterien ist noch nicht vollständig geklärt: Vermutlich wandern diese aus dem Darmsystem der Mutter in die Muttermilch ein.</p>
<p>Stillen hat zahlreiche positive Effekte auf die Gesundheit des Babys: Es schützt u.a. vor Magen-Darm-Infekten, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Leukämie und Fettleibigkeit. Die nützlichen Bakterien aus der Muttermilch gehören zu den Faktoren, die zu diesem protektiven Effekt des Stillens beitragen.</p>
<p><em><strong>Quellen:</strong></em></p>
<ul>
<li><em>Pannaraj PS, Li F, Cerini C, Bender JM, Yang S, Rollie A, Adisetiyo H, Zabih S, Lincez PJ, Bittinger K, Bailey A, Bushman FD, Sleasman JW, Aldrovandi GM: Association Between Breast Milk Bacterial Communities and Establishment and Development of the Infant Gut Microbiome. JAMA Pediatrics, 2017; DOI: 10.1001/jamapediatrics.2017.0378</em></li>
<li><em>Cabrera-Rubio R, Collado MC, Laitinen K, Salminen S, Isolauri E, Mira A: The human milk microbiome changes over lactation and is shaped by maternal weight and mode of delivery. American Journal of Clinical Nutrition, 2012;96(3):544-551.</em></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.still-lexikon.de/hunderte-bakterienarten-in-der-muttermilch-praegen-die-darmflora-des-babys/">Hunderte Bakterienarten in der Muttermilch prägen die Darmflora des Babys</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.still-lexikon.de">Still-Lexikon</a>.</p>
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		<title>Beispielloses globales Wachstum der Säuglingsnahrungsindustrie</title>
		<link>https://www.still-lexikon.de/beispielloses-globales-wachstum-der-saeuglingsnahrungsindustrie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Still-Lexikon]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2016 15:10:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues aus der Stillwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie es aus einer aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung hervorgeht, wächst der globale Absatz von industrieller Säuglingsnahrung in einem bislang beispiellosen Tempo – vor allem in Asien. Durch das steigende Einkommen und die Urbanisierung der Bevölkerung in China und Südostasien erhalten immer mehr Menschen Zugang zu industriell verarbeiteten Lebensmitteln. Gleichzeitig wächst die Beteiligung der Frauen am Erwerbsleben [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_4650" aria-describedby="caption-attachment-4650" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4650" src="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/07/Regal-mit-Formula-300x200.jpg" alt="Regal mit Formula" width="300" height="200" srcset="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/07/Regal-mit-Formula-300x200.jpg 300w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/07/Regal-mit-Formula-300x200-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-4650" class="wp-caption-text">Industrielle Säuglingsnahrung verdrängt zunehmend das Stillen. (© Rene Van Den Berg)</figcaption></figure>
<p><strong>Wie es aus einer aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung hervorgeht, wächst der globale Absatz von industrieller Säuglingsnahrung in einem bislang beispiellosen Tempo – vor allem in Asien.</strong></p>
<p>Durch das steigende Einkommen und die Urbanisierung der Bevölkerung in China und Südostasien erhalten immer mehr Menschen Zugang zu industriell verarbeiteten Lebensmitteln. Gleichzeitig wächst die Beteiligung der Frauen am Erwerbsleben und Regelungen zum Schutz des Stillens fehlen. Ohne ausreichend langen Mutterschaftsurlaub, ohne bezahlte Stillpausen, flexible Arbeitszeiten und geeignete Räumlichkeiten zum Stillen ist die künstliche Ernährung der Säuglinge für die Familien oft besser umsetzbar.</p>
<p>Der Wettbewerb zwischen den Säuglingsnahrungsherstellern erreicht aktuell einen neuen Höhepunkt. <strong>Es wird geschätzt, dass die Firmen über ein Marketingbudget verfügen, das dem jährlichen Budget der gesamten Weltgesundheitsorganisation (WHO) entspricht – 4,5 Milliarden US$ pro Jahr.</strong> Da in den entwickelten Ländern der Verkauf von Säuglingsnahrung stagniert, betrachten die Unternehmen die sich entwickelnden asiatischen Länder als vielversprechende Wachstumsfelder.</p>
<p><strong>Der Verkauf von Säuglingsnahrung ist ein hoch lukratives Geschäft mit hohen Verdienstspannen.</strong> Weltweit führende Säuglingsnahrungshersteller sind Nestle, Danone, Mead Johnson und Abbot Laboratories. Diese kontrollieren 55% des globalen Marktes. Der Umsatz lag 2014 bei 45 Milliarden US$, für 2019 wird ein Umsatz von 70,6 Milliarden US$ prognostiziert. Zwischen 2008 und 2013 stieg der globale Absatz künstlicher Säuglingsnahrung um 40,8% von 5,5 auf 7,8 kg/Kind und Jahr. Zwischen 2014 und 2018 wird das weitere Wachstum auf 30,4% bis 10,8 kg pro Kind/Jahr geschätzt. <strong>Diese Entwicklung ist sowohl in Bezug auf ihre Geschwindigkeit als auch auf ihr Ausmaß beispiellos.</strong></p>
<figure id="attachment_4621" aria-describedby="caption-attachment-4621" style="width: 249px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-4621" src="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/06/Formula-Fütterung-300x200.jpg" alt="Chinesisches Mutter füttert ihr Baby mit der Flasche" width="249" height="166" srcset="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/06/Formula-Fütterung-300x200.jpg 300w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/06/Formula-Fütterung-300x200-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 249px) 100vw, 249px" /><figcaption id="caption-attachment-4621" class="wp-caption-text">In China und Südostasien sind Millionen von Kindern betroffen. (© Atthapol Saita)</figcaption></figure>
<p>In den hochstrebenden Ländern Asiens wird dem WHO-Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten wenig Beachtung geschenkt, zumal der Verkauf von Säuglingsnahrung hohe Steuereinnahmen ermöglicht. So können die Unternehmen ihr <strong>Kodex-verletzendes Marketing</strong> ungehindert ausüben. Formulanahrung wird als Symbol für die Moderne dargestellt, mit der Muttermilch vergleichbar oder ihr sogar überlegen. Die Unternehmen werben auf unzulässige Weise direkt bei den Müttern, nehmen Einfluss über das Gesundheitssystem, z.B. durch die Verteilung von kostenlosen oder verbilligten Probepackungen während der Schwangerenvorsorge, auf geburtshilflichen Abteilungen oder bei der Nachsorge. Sie sponsern Fachorganisationen der Geburtshilfe und der Pädiatrie und betreiben Lobbyarbeit in der Gesetzgebung. Sie untergraben das Stillen, indem sie in Katastrophensituationen große Mengen Milchnahrung spenden. Der asiatisch-pazifische Raum wird weltweit am häufigsten von Katastrophen heimgesucht. Gerade in Katastrophensituationen ist Stillen besonders wichtig und entscheidend fürs Überleben.</p>
<p>Verzichten die Frauen auf das Stillen, werden sie unumkehrbar abhängig von künstlicher Säuglingsnahrung. Diese Abhängigkeit ist besonders gefährlich, wenn die Versorgung mit Formula unregelmäßig ist oder die Eltern sie sich nicht immer leisten können. <strong>Diese aktuelle Entwicklung gefährdet die Gesundheit von Millionen von Kindern wie Müttern.</strong></p>
<p><em><strong>Quelle:</strong></em></p>
<ul>
<li><em>Baker P, Smith J, Salmon L, et al. <a href="http://dx.doi.org/10.1017/S1368980016001117" target="_blank" rel="nofollow noopener">Global trends and patterns of commercial milk-based formula sales: is an unprecedented infant and young child feeding transition underway?</a> Public Health Nutrition. 2016, DOI: http://dx.doi.org/10.1017/S1368980016001117</em></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.still-lexikon.de/beispielloses-globales-wachstum-der-saeuglingsnahrungsindustrie/">Beispielloses globales Wachstum der Säuglingsnahrungsindustrie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.still-lexikon.de">Still-Lexikon</a>.</p>
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		<title>Reiswaffeln sollten Säuglinge und Kleinkinder wegen Arsengehalt nur gelegentlich verzehren</title>
		<link>https://www.still-lexikon.de/reiswaffeln-sollten-saeuglinge-und-kleinkinder-wegen-arsengehalt-nur-gelegentlich-verzehren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Still-Lexikon]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2015 18:29:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues aus der Stillwelt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.still-lexikon.de/?p=1937</guid>

					<description><![CDATA[<p>Reiswaffeln sind ein beliebtes Knabberzeug bei älteren Babys und Kleinkindern: Sie sind haltbar, einfach mitzunehmen, handlich und praktisch für den kleinen Hunger zwischendurch. Aber ständig sollten die Kleinen nicht an ihnen knabbern. Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung mitteilt, weisen Reis- und Reisprodukte hohe Arsen-Gehalte auf und sind auch aufgrund ihrer Nährstoffzusammensetzung, die nicht den Bedürfnissen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.still-lexikon.de/reiswaffeln-sollten-saeuglinge-und-kleinkinder-wegen-arsengehalt-nur-gelegentlich-verzehren/">Reiswaffeln sollten Säuglinge und Kleinkinder wegen Arsengehalt nur gelegentlich verzehren</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.still-lexikon.de">Still-Lexikon</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_1936" aria-describedby="caption-attachment-1936" style="width: 237px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2015/07/Baby-mit-Reiswaffeln.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-1936" src="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2015/07/Baby-mit-Reiswaffeln.jpg" alt="Baby mit Reiswaffeln" width="237" height="181" srcset="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2015/07/Baby-mit-Reiswaffeln.jpg 450w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2015/07/Baby-mit-Reiswaffeln-150x114.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 237px) 100vw, 237px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1936" class="wp-caption-text">Reiswaffeln sollten nur gelegentlich verzehrt werden (© Aaron Amat)</figcaption></figure>
<p>Reiswaffeln sind ein beliebtes Knabberzeug bei älteren Babys und Kleinkindern: Sie sind haltbar, einfach mitzunehmen, handlich und praktisch für den kleinen Hunger zwischendurch. Aber ständig sollten die Kleinen nicht an ihnen knabbern. Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung mitteilt, weisen Reis- und Reisprodukte hohe Arsen-Gehalte auf und sind auch aufgrund ihrer Nährstoffzusammensetzung, die nicht den Bedürfnissen von Säuglingen entspricht, als Beikost nur gelegentlich zu empfehlen.</p>
<p><strong>Quelle:</strong> http://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_arsengehalten_in_reis_und_reisprodukten-194346.html</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.still-lexikon.de/reiswaffeln-sollten-saeuglinge-und-kleinkinder-wegen-arsengehalt-nur-gelegentlich-verzehren/">Reiswaffeln sollten Säuglinge und Kleinkinder wegen Arsengehalt nur gelegentlich verzehren</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.still-lexikon.de">Still-Lexikon</a>.</p>
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