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	<title>Hätten Sie es gewusst? Archive - Still-Lexikon</title>
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	<description>Infoportal rund ums Stillen</description>
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	<title>Hätten Sie es gewusst? Archive - Still-Lexikon</title>
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	<item>
		<title>Sechs Monate lang ausschließlich gestillte Kinder haben eine verbesserte körperliche Fitness</title>
		<link>https://www.still-lexikon.de/sechs-monate-lang-ausschliesslich-gestillte-kinder-haben-eine-verbesserte-koerperliche-fitness/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Still-Lexikon]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jun 2019 14:48:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hätten Sie es gewusst?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vorteile des Stillens sind im Vergleich zur künstlichen Säuglingsernährung unzählig. Nun ist ein weiterer, erstaunlicher Vorteil deutlich geworden. Wie eine Studie in der Fachzeitschrift Breastfeeding Medicine aufzeigt, verbessert ausschließliches Stillen in den ersten 6 Lebensmonaten die spätere körperliche Fitness. In einer großen, repräsentativen Kohorte von 8- bis 9-jährigen griechischen Kindern war ausschließliches Stillen ≥ [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_9977" aria-describedby="caption-attachment-9977" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-9977 " src="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2019/06/Sprinter-Kinder-30976656_s-e1561131067482.jpg" alt="Drei kinder hocken in der Startposition zum Sprinten" width="300" height="224" srcset="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2019/06/Sprinter-Kinder-30976656_s-e1561131067482.jpg 614w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2019/06/Sprinter-Kinder-30976656_s-e1561131067482-600x449.jpg 600w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2019/06/Sprinter-Kinder-30976656_s-e1561131067482-150x112.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-9977" class="wp-caption-text">Ehemals sechs Monate ausschließlich gestillte Grundschulkinder erbringen signifikant bessere körperliche Leistungen. (© Sergey Novikov)</figcaption></figure>
<p>Die Vorteile des Stillens sind im Vergleich zur künstlichen Säuglingsernährung unzählig. Nun ist ein weiterer, erstaunlicher Vorteil deutlich geworden. Wie eine Studie in der Fachzeitschrift Breastfeeding Medicine aufzeigt, verbessert ausschließliches Stillen in den ersten 6 Lebensmonaten die spätere körperliche Fitness.<br />
In einer großen, repräsentativen Kohorte von 8- bis 9-jährigen griechischen Kindern war ausschließliches Stillen ≥ 6 Monate mit einer verbesserten körperlichen Leistungsfähigkeit assoziiert. Um die Oberkörperkraft, die Unterkörperkraft, die Schnelligkeit und die kardiorespiratorische Leistungsfähigkeit zu beurteilen, wurden vertikaler Sprung, Standweitsprung, Ballwerfen, 30-Meter-Sprint und 20-Meter-Pendellauf getestet. Alle Assoziationen blieben auch nach Adjustierung einer Reihe von möglichen Störfaktoren (Gestationsalter, künstliche Befruchtung, Schwangerschafts-BMI, Gewichtszunahme während der Schwangerschaft, Anzahl früherer Geburten, Bildungsstand) signifikant. Mit der einzigen Ausnahme von der Geschwindigkeit bei Mädchen hatten Kinder, die mindestens 6 Monate lang ausschließlich gestillt wurden, um 10–40% erhöhte Chancen für durchschnittliche / hohe Leistungsfähigkeit in Fitness-Tests im Vergleich zu Kindern, die weniger als 1 Monat gestillt wurden. Dabei stieg die Leistungsfähigkeit in allen Disziplinen mit zunehmender Dauer des ausschließlichen Stillens.<br />
Auch frühere Studien haben bereits gezeigt, dass die kardiorespiratorische Leistungsfähigkeit von Kindern mit zunehmender Dauer des ausschließlichen Stillens ansteigt. Die Muskelkraft scheint mit steigender Dauer des ausschließlichen Stillens ebenfalls zuzunehmen. Auch frühere Studien haben bereits gezeigt, dass längeres Stillen mit einer erhöhten Kraft bei Jugendlichen einhergeht.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li><em> Tambalis KD, Mourtakos S, Panagiotakos DB, Sidossis LS: Exclusive Breastfeeding Is Favorably Associated with Physical Fitness in Children. 2019. DOI: 10.1089/bfm.2019.0043</em></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Plazenta-Präparate können die Milchbildung hemmen</title>
		<link>https://www.still-lexikon.de/plazenta-praeparate-koennen-die-milchbildung-hemmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Still-Lexikon]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jul 2018 13:42:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hätten Sie es gewusst?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Verzehr konservierter Plazenta-Produkte (Plazenta-Pulver, Plazenta-Kapseln usw.) ist in letzter Zeit in Mode gekommen. Dem Mutterkuchen werden erstaunliche Heilwirkungen zugeschrieben. Er soll den Wöchnerinnen Energie und Kraft geben, die Rückbildung beschleunigen und die Stimmung aufhellen: So soll die Einnahme von Plazenta-Präparaten sogar vorbeugend und heilend bei Wochenbettdepression wirken. Darüber hinaus soll der Mutterkuchen aber auch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_8755" aria-describedby="caption-attachment-8755" style="width: 276px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-8755" src="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2018/07/Plazenta-86215939_s-cut.jpg" alt="Plazenta" width="276" height="241" /><figcaption id="caption-attachment-8755" class="wp-caption-text">Plazenta-Präparate in der ersten Zeit nach der Geburt können die Milchbildung hemmen. (©Eraxion)</figcaption></figure>
<p>Der Verzehr konservierter Plazenta-Produkte (Plazenta-Pulver, Plazenta-Kapseln usw.) ist in letzter Zeit in Mode gekommen. Dem Mutterkuchen werden erstaunliche Heilwirkungen zugeschrieben. Er soll den Wöchnerinnen Energie und Kraft geben, die Rückbildung beschleunigen und die Stimmung aufhellen: So soll die Einnahme von Plazenta-Präparaten sogar vorbeugend und heilend bei Wochenbettdepression wirken. Darüber hinaus soll der Mutterkuchen aber auch den Milcheinschuss fördern und die Milchbildung anregen.</p>
<p>Für all diese Behauptungen gibt es jedoch keinerlei wissenschaftliche Belege. Der Verzehr von Plazenta-Präparaten kann die Milchbildung sogar hemmen. Denn Plazenta bildet wie die Eierstöcke Progesteron. Dieses Hormon hilft nicht nur, den Menstruationszyklus und anschließend die Schwangerschaft aufrechtzuerhalten, sondern es sorgt auch dafür, dass während der Schwangerschaft das Kolostrum produziert und die Bildung reifer Muttermilch (Laktogenese II) unterdrückt wird. Nach der Geburt des Babys und der Plazenta sinkt der Progesteron-Spiegel dramatisch ab. Das ist das Startsignal für die Bildung reifer Muttermilch. Deshalb ist es auch so wichtig, dass nach der Geburt auch die Plazenta restlos aus dem Körper der Mutter ausgeschieden wird. Verbleiben Reste der Plazenta im Körper der Mutter (sog. Plazenta-Retention), dann kann die Bildung reifer Muttermilch nicht in Gang kommen. Den gleichen Effekt können Plazenta-Präparate haben, wenn sie in konzentrierter Form in der ersten Zeit nach der Geburt eingenommen werden: Sie hemmen und verzögern die Bildung reifer Muttermilch.</p>
<p>Ist die Milchbildung bereits gut aufgebaut und wird sie durch die regelmäßige Brustentleerung reguliert (Laktogenese III), dann sollen Progesteron-Präparate wie die Mini-Pille laut Studien keine hemmende Wirkung mehr auf die Milchbildung haben. Daher dürfen reine Progesteron-Präparate ab 6 Wochen nach der Geburt zur Verhütung eingenommen werden. Möglicherweise haben Plazenta-Präparate nach dieser Zeit auch keine milchbildungshemmende Wirkung mehr.</p>
<p><em><strong>Quellen:</strong></em></p>
<ul>
<li><em>Berens P, Labbok M and The Academy of Breastfeeding Medicine: ABM Clinical Protocol #13. Contraception During Breastfeeding, Revised 2015. Breastfeeding Medicine 2015;10(1):1-10, S. 311. S. 9</em></li>
<li><em>Brodribb W and The Academy of Breastfeeding Medicine: ABM Clinical Protocol #9: Use of Galactogogues in Initiating or Augmenting Maternal Milk Production, Second Revision 2018. Breastfeeding Medicine 2018;13(5):307-314, S. 311.</em></li>
<li><em>Lauwers J, Swisher A: Counseling the nursing mother. John &amp; Bartlett Learning, 2016, 6. Aufl. S. 146</em></li>
<li><em>http://www.hebammenwissen.info/plazenta/ (Zugang: 5.7.2018: Hier werden angebliche Heilwirkungen der Plazenta vorgestellt)</em></li>
</ul>
<hr />
<p>© Dr. Z. Bauer – Publikationen in der Stillförderung. Text, Bilder und Videos urheberrechtlich geschützt.</p>
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		<item>
		<title>Stillen als möglicher Schutzfaktor vor Autismus-Spektrum-Störungen</title>
		<link>https://www.still-lexikon.de/stillen-als-moeglicher-schutzfaktor-vor-autismus-spektrum-stoerungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Still-Lexikon]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2018 12:05:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hätten Sie es gewusst?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schätzungsweise 20 bis 116 von 10.000 Personen haben eine Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Betroffene Menschen haben Schwierigkeiten  in der Kommunikation und der sozialen Interaktion und können wiederholende sowie eingeschränkte Verhaltensmuster aufweisen. Als Ursache dieses Störungskreises wird eine Reihe verschiedener Faktoren diskutiert. Neben einer genetischen Veranlagung stehen bestimmte Umweltfaktoren während der Schwangerschaft unter Verdacht, zur Entwicklung von ASS [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7980" aria-describedby="caption-attachment-7980" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="wp-image-7980 size-full" src="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2018/02/Junge-mit-Autismus-93798263_s-unscharf-2-e1517917820550.jpg" alt="" width="300" height="200" /><figcaption id="caption-attachment-7980" class="wp-caption-text">Möglicherweise hat Stillen eine gewisse schützende Wirkung vor der Entwicklung von Autismus-Spektrum-Störungen. (© Bialasiewicz)</figcaption></figure>
<p>Schätzungsweise 20 bis 116 von 10.000 Personen haben eine Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Betroffene Menschen haben Schwierigkeiten  in der Kommunikation und der sozialen Interaktion und können wiederholende sowie eingeschränkte Verhaltensmuster aufweisen.</p>
<p>Als Ursache dieses Störungskreises wird eine Reihe verschiedener Faktoren diskutiert. Neben einer genetischen Veranlagung stehen bestimmte Umweltfaktoren während der Schwangerschaft unter Verdacht, zur Entwicklung von ASS beizutragen. Dazu zählen u.a. das metabolische Syndrom, virale oder bakterielle Infektionen (z.B. mit Zytomegalovirus oder Röteln), Mangelernährung oder bestimmte Medikamente, wie manche Antikonvulsiva. Bislang sind nur wenige Schutzfaktoren bekannt, die das Risiko von ASS vermindern. Dazu zählen ein junges mütterliches Alter bei der Geburt und die adäquate Versorgung mit Folsäure am Anfang der Schwangerschaft. In jüngster Zeit ist Stillen als ein möglicher Schutzfaktor in Diskussion geraten. In einer aktuellen Metaanalyse wurden sämtliche bislang erschienene Studien zum Zusammenhang zwischen Stillen und Autismus-Spektrum-Störungen  einbezogen (Tseng et al., 2017). Die gepoolten Studienergebnisse in der Metaanalyse zeigen, dass Kinder mit ASS deutlich seltener jemals gestillt worden sind als Kinder ohne diese Diagnose.</p>
<p>Die Autoren der Metaanalyse diskutieren verschiedene mögliche Wirkmechanismen. So wirkt sich möglicherweise der erhöhte Oxytocin-Spiegel beim Stillen und direkten Haut-zu-Haut-Kontakt zwischen Mutter und Baby positiv auf die spätere soziale Interaktionsfähigkeit aus. Denn vor allem das direkte Stillen war mit einer selteneren ASS-Diagnose assoziiert und weniger die Muttermilchernährung mittels Saugflasche. Auch die im Kolostrum befindlichen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren könnten eine schützende Wirkung haben. Denn ein später Stillbeginn war wiederum mit einem erhöhten ASS-Risiko assoziiert. Auch die Immunfaktoren, die nur in der Muttermilch, nicht jedoch in der künstlichen Säuglingsmilch enthalten sind, werden als mögliche Erklärung diskutiert.</p>
<p>Schließlich ist es jedoch auch möglich, dass Babys, bei denen später ASS diagnostiziert wird, bereits als Neugeborene ein fehlgesteuertes Saugverhalten und eine gestörte Mutter-Kind-Interaktion haben und aus diesem Grund seltener gestillt werden als gesunde Neugeborene.</p>
<p><strong>Quelle: </strong></p>
<ul>
<li>Tseng P-T et al.: Maternal breastfeeding and autism spectrum disorder in children: A systematic review and meta-analysis. Nutritional Neuroscience 2017, Oct 18:1-9. doi: 10.1080/1028415X.2017.1388598.</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Länger stillende Mütter sind seltener von Endometriose betroffen</title>
		<link>https://www.still-lexikon.de/laenger-stillende-muetter-sind-seltener-von-endometriose-betroffen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Still-Lexikon]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Sep 2017 23:02:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hätten Sie es gewusst?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zahlreiche positive Auswirkungen des Stillens auf die Gesundheit von Mutter und Kind sind bereits bekannt. Nun kommt möglicherweise eine weitere hinzu. Anhand einer aktuellen Analyse haben Frauen, die länger stillen, ein signifikant geringeres Risiko einer Endometriose-Diagnose. Endometriose ist eine chronische, nicht heilbare Erkrankung, bei der sich Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutterhöhle ansiedelt. Typische Körperstellen sind [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7330" aria-describedby="caption-attachment-7330" style="width: 275px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-7330" src="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2017/09/52407242_s-Endometriose-Deutsch-1.jpg" alt="Zeichnung der Gebärmutter mit roten Flecken drauf (Endometrioseherde)" width="275" height="188" srcset="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2017/09/52407242_s-Endometriose-Deutsch-1.jpg 408w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2017/09/52407242_s-Endometriose-Deutsch-1-150x103.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 275px) 100vw, 275px" /><figcaption id="caption-attachment-7330" class="wp-caption-text">Bei einer Endometriose siedelt sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle an. (© Iryna Timonina)</figcaption></figure>
<p>Zahlreiche positive Auswirkungen des Stillens auf die <a title="" href="https://www.still-lexikon.de/stillen-senkt-krankheitshaeufigkeit-und-sterblichkeit-auch-bei-muettern/" target="" rel="noopener">Gesundheit von Mutter und Kind</a> sind bereits bekannt. Nun kommt möglicherweise eine weitere hinzu. Anhand einer aktuellen Analyse haben Frauen, die länger stillen, ein signifikant geringeres Risiko einer Endometriose-Diagnose.</p>
<p><a title="" href="https://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_endometriose-was-ist-endometriose-_315.html" target="_blank" rel="noopener">Endometriose</a> ist eine chronische, nicht heilbare Erkrankung, bei der sich Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutterhöhle ansiedelt. Typische Körperstellen sind der untere Bauch- und Beckenraum. Diese gutartigen Wucherungen verursachen während der Periode Bauch- und Rückenschmerzen. Endometriose gilt als eine der wichtigsten Ursachen für Unfruchtbarkeit der Frau. Verschiedenen Schätzungen zufolge ist etwa jede 10. bis 20. Frau von einer Endometriose betroffen.</p>
<p>Die Wissenschaftler der aktuellen Studie werteten Daten der sog. Nurses&#8217; Health Study II (NHSII) aus, einer prospektiven Kohortenstudie aus den USA, bei der Tausende Frauen über 20 Jahre lang begleitet wurden. In dieser Zeit erhielten 3296 Frauen aus der Kohorte eine Endometriose-Diagnose nach ihrer ersten Schwangerschaft. Die Wissenschaftler haben die Dauer des jeglichen Stillens, des ausschließlichen Stillens und der <a title="" href="https://www.still-lexikon.de/verhuetung-und-sexualitaet/" target="" rel="noopener">Laktationsamenorrhoe</a> erhoben, also der Zeit ohne Monatsblutung nach einer Geburt. Das Endometriose-Risiko nahm mit jedem Dreimonats-Still-Intervall um 8% ab. Mehrgebärende Mütter, die während ihrer reproduktiven Lebensphase mindestens 36 Monate stillten, hatten im Vergleich zu Müttern, die niemals stillten, ein um 40% reduziertes Endometriose-Risiko. Ein möglichst langes ausschließliches Stillen war dabei besonders günstig.</p>
<p>Die Senkung des Endometriose-Risikos wurde von der Dauer der Laktationsamenorrhoe mit bestimmt. Das heißt, die Laktationsamenorrhoe, welche je nach Intensität des Stillens von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren dauern kann, schützt neben weiteren Wirkmechanismen des Stillens vor der Entstehung einer Endometriose.</p>
<p>Die Frage, ob Stillen Beschwerden einer bereits bestehenden Endometriose lindern kann, ist bislang nicht beantwortet und wird Gegenstand zukünftiger Forschung.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li>Farland LV, Eliassen AH, Tamimi RM<u>,</u> Spiegelman D, Michels KB, Missmer SA: History of breast feeding and risk of incident endometriosis: prospective cohort study. BMJ 2017; 358 doi: <a title="" href="https://doi.org/10.1136/bmj.j3778" target="_blank" rel="nofollow noopener">https://doi.org/10.1136/bmj.j3778</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stillen senkt Krankheitshäufigkeit und Sterblichkeit auch bei Müttern</title>
		<link>https://www.still-lexikon.de/stillen-senkt-krankheitshaeufigkeit-und-sterblichkeit-auch-bei-muettern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Still-Lexikon]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Oct 2016 14:44:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hätten Sie es gewusst?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass Stillen für die Gesundheit von Säuglingen wichtig ist, weiß heute fast jeder. Dass es auch die Erkrankungshäufigkeit und die Sterblichkeit von Müttern senkt, ist noch nicht allgemein bekannt. Die amerikanische Medizin-Professorin Melissa Bartick und ihre Kollegen haben eine neue Analyse veröffentlicht, in der sie durch suboptimales Stillen verursachte Erkrankungen, Sterblichkeit sowie Gesundheitskosten bei Kindern [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.still-lexikon.de/stillen-senkt-krankheitshaeufigkeit-und-sterblichkeit-auch-bei-muettern/">Stillen senkt Krankheitshäufigkeit und Sterblichkeit auch bei Müttern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.still-lexikon.de">Still-Lexikon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_5281" aria-describedby="caption-attachment-5281" style="width: 299px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-5281" src="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/10/Mutter-im-Krankenhaus.jpg" alt="Frau auf der Intensivstation" width="299" height="199" srcset="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/10/Mutter-im-Krankenhaus.jpg 450w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/10/Mutter-im-Krankenhaus-150x100.jpg 150w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/10/Mutter-im-Krankenhaus-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px" /><figcaption id="caption-attachment-5281" class="wp-caption-text">Stillen reduziert auch das Risiko für mütterliche Erkrankungen wie Brustkrebs, Zuckerkrankheit, Bluthochdruck und Herzinfarkt. (© chaikom)</figcaption></figure>
<p><strong>Dass Stillen für die Gesundheit von Säuglingen wichtig ist, weiß heute fast jeder. Dass es auch die Erkrankungshäufigkeit und die Sterblichkeit von Müttern senkt, ist noch nicht allgemein bekannt. Die amerikanische Medizin-Professorin Melissa Bartick und ihre Kollegen haben eine neue Analyse veröffentlicht, in der sie durch suboptimales Stillen verursachte Erkrankungen, Sterblichkeit sowie Gesundheitskosten bei Kindern und ihren Müttern mittels einer Computersimulation abschätzen. Eins der interessantesten Ergebnisse ihrer Analyse ist, dass die Mütter durch suboptimales Stillen viel öfter vom vorzeitigen Tod betroffen sind als ihre Kinder. Auch die Gesundheitsausgaben sind bei ihnen durch suboptimales Stillen deutlich höher als bei ihren Kindern. Durch optimales Stillen ließen sich laut Bartick und Kollegen mütterliche Erkrankungs- und Sterbefälle an Brustkrebs, Zuckerkrankheit, Bluthochdruck und Herzinfarkt vermeiden. Die Auswirkung von Stillen auf die mütterliche Gesundheit entspricht laut den Wissenschaftlerinnen der von etablierten medizinischen Interventionen, wie z.B. der Aspirin-Gabe zur Sekundärprävention von Herzinfarkt und Schlaganfall.</strong></p>
<figure id="attachment_8153" aria-describedby="caption-attachment-8153" style="width: 339px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8153" src="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/10/Bartick-et-al-Abb-1-Grafik.jpg" alt="Grafik mit optimalen und reellen Stillraten in den USA" width="339" height="197" srcset="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/10/Bartick-et-al-Abb-1-Grafik.jpg 460w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/10/Bartick-et-al-Abb-1-Grafik-150x87.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 339px) 100vw, 339px" /><figcaption id="caption-attachment-8153" class="wp-caption-text">Optimale und tatsächliche Stillraten, die in der Studie für den Vergleich herangezogen wurden. (© still-lexikon.de)</figcaption></figure>
<p>Würden 90% der Mütter anstelle der aktuellen Realität entsprechend den medizinischen Empfehlungen in den USA stillen (6 Monate ausschließlich und anschließend neben Beikost mindestens bis zum 1. Geburtstag), so würden nicht nur den Kindern, sondern auch den Müttern viele Erkrankungs- und sogar Todesfälle erspart. Auch die Kosten für medizinische Behandlungen würden sinken.</p>
<p>Bei Kindern wurden bei der Analyse neun Erkrankungen berücksichtigt, deren Schwere und Häufigkeit anhand des heutigen wissenschaftlichen Stands durch optimales Stillen reduzieren lässt, wie Mittelohrentzündungen, Magen-Darm-Infektionen, Bronchitis und Lungenentzündung. Optimales Stillen schützt auch vor dem plötzlichen Kindstod: Bei 100.000 Mutter-Kind-Paaren können durch optimales Stillen etwa 25 Kinder vor dem plötzlichen Kindstod gerettet werden. Wenn alle pädiatrischen Todesfälle berücksichtigt werden, die sich durch optimales Stillen vermeiden lassen, werden bei 100.000 Mutter-Kind-Paaren 36 Kinder gerettet. Hier werden neben dem plötzlichen Kindstod auch Leukämie-Erkrankungen und Fälle von nekrotisierender Enterokolitis berücksichtigt (eine schwere Darmerkrankung, die vor allem bei Frühgeborenen vorkommt).</p>
<figure id="attachment_8176" aria-describedby="caption-attachment-8176" style="width: 1500px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8176 size-full" src="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/10/Bartick-et-al-2016-Grafik-2-vermeidbare-Faelle.png" alt="Grafik mit Zahlen zu durch optimales Stillen vermeidbaren Erkrankungs- und Todesfällen" width="1500" height="900" srcset="https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/10/Bartick-et-al-2016-Grafik-2-vermeidbare-Faelle.png 1500w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/10/Bartick-et-al-2016-Grafik-2-vermeidbare-Faelle-600x360.png 600w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/10/Bartick-et-al-2016-Grafik-2-vermeidbare-Faelle-150x90.png 150w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/10/Bartick-et-al-2016-Grafik-2-vermeidbare-Faelle-768x461.png 768w, https://www.still-lexikon.de/wp-content/uploads/2016/10/Bartick-et-al-2016-Grafik-2-vermeidbare-Faelle-1025x615.png 1025w" sizes="auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /><figcaption id="caption-attachment-8176" class="wp-caption-text">(© still-lexikon.de)</figcaption></figure>
<p>Auf der Seite der Mütter können durch optimales Stillen Fälle von Brustkrebs, Zuckerkrankheit, Bluthochdruck und Herzinfarkt vermieden werden. Insgesamt lassen sich bei 100.000 Müttern laut Studie 136 vorzeitige Todesfälle vermeiden. Somit betrafen in der Computersimulation 78% der vorzeitigen Todesfälle die Mütter und nur 22% der Fälle die Kinder.</p>
<p><em><strong>Quelle:</strong></em></p>
<ul>
<li><em>Melissa C. Bartick, Eleanor Bimla Schwarz, Brittany D. Green, Briana J. Jegier, Arnold G. Reinhold, Tarah T. Colaizy, Debra L. Bogen, Andrew J. Schaefer, Alison M. Stuebe: Suboptimal breastfeeding in the United States: Maternal and pediatric health outcomes and costs. Maternal &amp; Child Nutrition 2016;1–13.</em></li>
</ul>
<hr />
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