Doch kein Glyphosat in der Muttermilch

27. Februar 2016 | Von | Kategorie: Hätten Sie es gewusst?
Laboruntersuchung

Unabhängige Untersuchungen konnten kein Glyphosat in der Muttermilch nachweisen (© Chobsak Dararuang)

Im Sommer 2015 verbreitete sich in den Medien die besorgniserregende Meldung, dass in Muttermilchproben hohe Konzentrationen des Pflanzenschutzmittels Glyphosat gemessen wurden. Der ursprüngliche Test wurde von der Bundestagsfraktion der Grünen in Auftrag gegeben. Das möglicherweise krebserregende Pflanzengift wurde in 16 Frauenmilch-Stichproben in Konzentrationen von 0,2-0,4 ng/ml gemessen. Für Trinkwasser sind Konzentrationen bis 0,1 ng/ml zulässig. Die Grünen forderten den Entzug der Zulassung für das Pflanzenschutzmittel Glyphosat.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung äußerte Zweifel an der Zuverlässigkeit der Ergebnisse und veranlasste aufgrund der Verunsicherung stillender Mütter eine eigene Untersuchung. Dafür wurden europaweit renommierte Forschungslabore mit zwei unabhängigen Analyseverfahren und hoher Sensitivität beauftragt. Die Analyse von 114 Frauenmilchproben führte zu einer Entwarnung: Wie vom Bundesinstitut für Risikobewertung erwartet, wurden in keiner der untersuchten Muttermilchproben Rückstände oberhalb der Nachweisgrenze gemessen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung und die Nationale Stillkommission weisen daraufhin, dass Muttermilch nach wie vor die beste Nahrung für Säuglinge ist. Die Mütter sollen sich nicht verunsichern lassen und weiter stillen.

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