Stillen in der Nacht

Mutter schaut nach weinendem Baby

Wenn das Baby im eigenen Bettchen liegt, muss die Mutter jedes Mal aufstehen, um es zu trösten und zu stillen

Stillen in der Nacht stellt für viele Mütter eine große Herausforderung dar, da das Baby auch nachts regelmäßige Mahlzeiten braucht. Schlafentzug und große Erschöpfung werden von frischen Müttern oft als eine besondere Belastung beschrieben. Dabei stellt sich auch die Frage, wo das Baby nachts schlafen soll. Diese Frage ist nicht nur unter Eltern, sondern auch unter Wissenschaftlern und medizinischen Fachleuten ein äußerst kontrovers diskutiertes Thema – Eltern erhalten daher widersprüchliche Empfehlungen einerseits und kopfschüttelndes Missbilligen andererseits, fast egal, für welche Schlafstätte sie sich für ihr Kind entscheiden.

Vorteile des gemeinsamen Schlafens (Co-Sleeping)

Organisationen, die sich fürs Stillen engagieren – die La Leche Liga, die Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen, Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC, die Academy of Breastfeeding Medicine und auch der Verein „Babyfreundliches Krankenhaus“ – setzen sich dafür ein, dass Mutter und Kind zusammen schlafen können. Denn zum Stillen nach Bedarf gehört auch, dass das Baby auch nachts so häufig angelegt wird, wie es möchte. Nächtliches Stillen wird allerdings zur Tortur, wenn die Mutter dafür jedes Mal aufstehen muss, um das Kind aus seinem Bettchen zu holen und es nach dem Stillen wieder zurückzubringen, da dadurch sowohl die Mutter als auch das Baby komplett aus dem Schlaf gerissen werden. Wesentlich einfacher ist es, sich im Halbschlaf umzudrehen und dem Kind bei den ersten Unruhezeichen die Brust zu geben und anschließend wieder zusammen einzuschlafen. So müssen weder das Kind noch die Mutter richtig wach werden. Im Idealfall erinnert sich die Mutter am Morgen kaum oder gar nicht mehr an die nächtlichen Mahlzeiten und sie ist gut erholt. Aufstoßen und Wickeln sind in der Nacht nicht erforderlich, Mutter und Kind können nach dem Stillen beruhigt wieder einschlafen.

Mutter stillt Baby im Halbschlaf

Wenn Mutter und Baby in einem Bett schlafen, kann die Mutter nachts problemlos stillen, ohne richtig aufzuwachen

Das Zusammenschlafen von Mutter und Kind sind für das Stillen nach Bedarf und somit fürs erfolgreiche Stillen von zentraler Bedeutung. Mehrere unabhängige Studien haben gezeigt, dass eine nächtliche Trennung von Mutter und Kind das Risiko für vorzeitiges Abstillen erhöht. Das Zusammenschlafen hat auch weitere Vorteile: Es wirkt vorbeugend gegen mütterliche Wochenbettdepression, reduziert beim Baby den Stress und wirkt sich positiv auf seine Atmungs- und Temperaturregulation aus. Babys in der Nähe der Mutter weinen weniger und schlafen besser.

Man sollte auch bedenken, dass die Aussage, dass Babys im Alter von drei Monaten durchschlafen, selten zutrifft. Bei vollgestillten Babys nimmt die Häufigkeit des nächtlichen Aufwachens innerhalb des ersten halben Jahres in der Regel kaum oder gar nicht ab. Außerdem wollen nach Bedarf gestillte Babys weit über das erste Halbjahr hinaus auch nachts regelmäßig gestillt werden. Daher ist es sinnvoll, sich von vornherein auf ein gemeinsames Schlafen einzurichten.

Risiken des Bed-Sharings vermeiden

Es gibt Hinweise, dass das Risiko für den plötzlichen Kindstod (Sudden Infant Death Syndrome, SIDS) erhöht ist, wenn das Neugeborene im Elternbett schläft. Daher raten verschiedene Fachorganisationen vom Familienbett ab, während andere Organisationen – die sich für die Still- und Bindungsförderung stark machen – das gemeinsame Schlafen empfehlen. Eine Auseinandersetzung mit diesem unter Wissenschaftlern und Gesundheitsexperten sehr heftig diskutierten, kontroversen Thema findet sich u.a. auf der Webseite des Mutter-Baby-Schlafforschers Prof. McKenna (Englisch).

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Das Teilen einer gemeinsamen Schlafstätte ist in zwei Dritteln aller menschlichen Kulturen die Norm, und zwar nicht nur in wirtschaftlich schwachen traditionellen Ländern, sondern z.B. auch in Skandinavien oder Japan – in Ländern, in denen SIDS viel seltener vorkommt als woanders. Die Separation des Babys ist eine relativ neue Entwicklung in westlichen Kulturen. Babys fühlen sich instinktiv in der Nähe ihrer Eltern sicher und geborgen – denn unter den Umständen, in denen sich der Mensch im Laufe der Evolution entwickelt hat, kam eine nächtliche Trennung von den Eltern dem sicheren Todesurteil gleich.

Die Empfehlung zu getrennten Betten wird aus der Sicht der Stillförderung auch deshalb infrage gestellt, weil die nächtliche Trennung von Mutter und Kind – wie oben schon erwähnt – das Stillen behindert und das Risiko für vorzeitiges Abstillen erhöht. Wenn Mutter und Kind zusammen schlafen, werden Babys durchschnittlich doppelt so häufig und dreimal so lange nachts gestillt wie bei getrennten Betten. Stillen hat zudem eine schützende Wirkung vor dem plötzlichen Kindstod. Daher sollte die Empfehlung, dass Mutter und Kind in getrennten Betten schlafen sollen, mit Vorsicht betrachtet werden: Der plötzliche Kindstod ist insgesamt ein sehr seltenes Ereignis: von 10.000 Babys sterben etwa 3 daran. Sollten trotzdem alle 10.000 auf die gemeinsame Schlafstätte verzichten und dadurch viel Stress und eine verkürzte Stilldauer in Kauf nehmen?

Es gilt herauszufinden, welche vermeidbaren Faktoren das Risiko des plötzlichen Kindstodes erhöhen und wie Mutter und Kind ohne Gefahr zusammenschlafen können. Denn das gemeinsame Schlafen kann durchaus sicher gestaltet werden, wenn die Risikofaktoren ausgeschaltet sind. Das generelle Abraten von Bed-Sharing vergleicht McKenna mit der Forderung, den Transport von Babys in Autos als lebensgefährlich einzustufen und generell zu verbieten mit dem Argument, dass viele Babys bei Autounfällen umkommen (insbesondere, da manche Eltern alkoholisiert fahren und ihre Kinder nicht anschnallen).

Umstände, die das gemeinsame Schlafen riskant machen

Die Umstände, unter denen Säuglinge durch SIDS gestorben sind, wurden in einer Reihe groß angelegter Studien wissenschaftlich analysiert. Dabei wurden die Faktoren identifiziert, die das gemeinsame Schlafen gefährlich machen. Die Eltern selbst stellen im gemeinsamen Bett demnach eine Gefahr für das Baby dar, wenn sie:

  • Raucher sind, bzw. die Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat
  • Alkohol getrunken haben
  • Drogen oder Medikamente genommen haben, die das Reaktionsvermögen beeinflussen (insbesondere Schlafmittel)
  • wegen Krankheit nicht in der Lage sind, auf das Kind zu reagieren.

Wenn diese Gefahren durch die Eltern nicht vermieden werden können, sollte das Kind im eigenen Bett, aber noch im gleichen Raum wie die Eltern schlafen.

Übrigens, Geschwisterkinder sollten nicht direkt neben einem Baby schlafen, sondern in einem getrennten Bett oder auf der anderen Seite der Eltern. Auch der Vater kann in der Regel nicht so sensibel auf die Zeichen des Babys reagieren wie die stillende Mutter. Das Baby soll idealerweise auf der Seite der Mutter schlafen.

Mutter und Baby schlafen unter einer Bettdecke

Schlafen unter einer Bettdecke wird aus der Sicht des plötzlichen Kindstodes nicht befürwortet, vor allem bei Babys unter 3 Monaten

Folgende Faktoren in der Schlafumgebung gefährden das Kind und sollten beim Zusammenschlafen in einem Bett unbedingt vermieden werden:

  • Schlafen auf Sofas, Couchen, Klappbetten, Wasserbetten
  • Schlafen auf weichen oder ausgelegenen Matratzen
  • Schlafen in Betten mit einem Spalt, in den das Kind hineinrutschen kann
  • Lagerung des Kindes auf dem Bauch oder auf der Seite
  • Überwärmung durch überhitzte Räume, zu dicke Kleidung, Decken usw.
  • Kopfkissen, dicke Decken und Stofftiere, Schaffelle, weiches oder lockeres Bettzeug in der Nähe des Kindes

Übrigens: Man hört immer wieder die Empfehlung, dass Babys nach der Etablierung der Stillbeziehung (nach den ersten 4-6 Wochen) mit einem Schnuller einschlafen sollten, um das Risiko für den plötzlichen Kindstod zu verringern. Anhand verschiedener Studien in Europa und den USA wurde nämlich festgestellt, dass die Häufigkeit des plötzlichen Kindstods verringert ist, wenn Säuglinge mit Schnuller einschlafen. Doch dieser mögliche schützende Effekt des Schnullers konnte nicht in allen Studien nachgewiesen werden und war äußerst gering. Diese Empfehlung ist für gestillte Babys ohnehin sehr fragwürdig, da der Schnuller sich ungünstig aufs Stillen nach Bedarf sowie die Kiefer- und Lautentwicklung auswirkt und möglichst komplett vermieden werden sollte (siehe auch Empfehlungen zum Umgang mit Schnullern bei gesunden Säuglingen der Schweizerischen Stiftung zur Förderung des Stillens). Gestillte Säuglinge werden in der Regel in den Schlaf gestillt und saugen mehrfach im Laufe der Nacht, so dass das Risiko des plötzlichen Kindstods auf natürliche Weise reduziert wird.

Empfehlungen für ein sicheres Zusammenschlafen im Elternbett

Das Risiko des gemeinsamen Schlafens kann durch die Vermeidung der oben genannten Umstände verringert werden. Verschiedene Organisationen (Academy of Breastfeeding Medicine, die Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen und der Verein „Babyfreundliches Krankenhaus“) haben darüber hinaus Vorkehrungen zusammengetragen, die die Sicherheit des Zusammenschlafens im Elternbett erhöhen:

  • Baby auf dem Rücken schlafend

    Perfekte Schlafumgebung: Das Baby liegt auf dem Rücken, auf fester Unterlage, mit reichlich Platz, ohne gefährliche Decken, Kissen, Tücher oder Plüschtiere (© Pingu2004)

    Das Kind soll nicht mit der Decke der Eltern zugedeckt werden, sondern im eigenen, nicht zu warmen, Schlafsack schlafen, um eine Überwärmung zu verhindern.

  • Die Temperatur im Schlafzimmer sollte etwa 18-20°C betragen. Zu wärmerer Jahreszeit ist die normale Zimmertemperatur allerdings auch in Ordnung. Das Kind soll nicht wärmer angezogen bzw. zugedeckt sein als die Eltern.
  • Das gemeinsame Bett soll breit sein (kein Sofa, kein Einzelbett). Denn durch sehr nahes Beisammenschlafen kann ebenfalls eine Überwärmung entstehen, und die Gefahr der Rückatmung der eigenen wie auch der Ausatemluft der Eltern kommt hinzu.
  • Feste, flache Unterlagen benutzen.
  • Kein Kopfkissen fürs Baby
  • Das Baby soll in Rückenlage hingelegt werden
  • Nach Möglichkeit soll die Mutter (oder die Eltern) dem Baby zugewandt liegen.

Die gemeinsame Schlafstätte errichten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Mutter und Kind zusammen schlafen können. Jede Familie muss den für sie besten Weg finden, abhängig von den Präferenzen beider Eltern, der bestehenden Schlafeinrichtung sowie dem zur Verfügung stehenden Platz und Budget.

Familienbett - Matratzen auf niedrigen Latten

Familienbett selbst gebastelt (mit freundlicher Genehmigung von Familie Früh)

Latten eines Familienbettes

Um das Familienbett herzustellen, haben die Eltern Latten aus dem Baumarkt zusammengeschraubt.

Familienbetten können die Eltern selbst herstellen, indem sie mehrere Betten oder Matratzen nebeneinanderlegen. Manche Familien kaufen gar kein Kinderbett, sondern gleich ein Erwachsenenbett fürs Baby, das neben das Ehebett gestellt wird. Es darf zwischen den Betten bzw. zwischen Bett und Wand jedoch keine gefährlichen Spalten geben, in die das Baby hineingeraten kann. Die Matratze fürs Baby sollte relativ hart sein, um ein Einsinken zu vermeiden. Wenn Matratzen direkt auf den Boden gelegt werden, müssen sie für eine ausreichende Belüftung (Schimmelgefahr) regelmäßig hochgestellt werden. Mit einem Bettgestell und Lattenrost unterhalb der Matratzen kann eine gute Belüftung ebenfalls hergestellt werden. Ein breites Bett mit viel Platz ist wichtig. Somit kann sich die Mutter vom Baby nach dem Stillen wegrollen und die eventuellen Gefahren von Überwärmung oder das Zudecken der Atemwege vermeiden. Sie kann sich dann im Schlaf auch freier bewegen.

Niedrige Familienbetten schützen vor Sturzgefahr. Bei hohen Familienbetten kann das Baby vorm Herunterfallen durch ein eigenes Bettschutzgitter geschützt werden, das einfach unter die Matratze geschoben wird. Bettschutzgitter sind bei praktisch allen lokalen und online Händlern für Babybedarf (u.a. auch bei Amazon) erhältlich.

Familienbetten werden in Möbelhäusern zurzeit leider nicht angeboten. Seit 2014 gibt es ein kleines Familienunternehmen in Österreich, das Familienbetten vertreibt (www.familienbett.at). Dank des modularen Aufbaus kann das Familienbett später zu einem gewöhnlichen Ehebett zurückgebaut werden.

Nicht alle Eltern fühlen sich mit einem Familienbett wohl oder es ist mit dem bestehenden Ehebett nicht kompatibel. Einige Eltern bevorzugen daher ein Beistellbettchen. Während Beistellbetten für künstlich ernährte Babys zweifellos optimal sind, sind sie in Bezug aufs Stillen nicht ganz so günstig wie das Familienbett. Denn die Mutter umrahmt das Baby beim Stillen im Liegen mit ihren Armen und hochgezogenen Knien und das ist im Beistellbettchen nicht möglich. Um die fürs Stillen erforderliche körperliche Nähe herzustellen, muss das Baby aus dem Bettchen herausgezogen und anschließend wieder zurückgeschoben werden, was eine gewisse Unterbrechung des Schlafs bedeutet. Manche Mütter können mit Beistellbett aber insgesamt besser schlafen als in einem Familienbett, andere schlafen nach dem Stillen mit dem Baby im Elternbett ein. Für Mütter, die rauchen oder von starkem Übergewicht betroffen sind, ist die Trennung der Schlafoberfläche in Form eines Babybalkons deutlich sicherer als das Familienbett, auch wenn sie stillen. Manche Familien berichten, dass sie den Babybalkon nur vorübergehend nutzten, solange das Baby noch ganz klein war. Später siedelte das Baby ins Elternbett rüber und der Babybalkon fungierte als praktische Ablagefläche.

Man kann bestehende Gitterbettchen zu Babybalkonen umfunktionieren, indem man ein seitliches Gitter abmontiert und das Gitterbettchen ans Elternbett heranrückt, wobei nicht bei allen Gitterbettchen eine ganze Gitterseite ohne Weiteres entfernt werden kann. Für die Höhenanpassung und die Überbrückung des Spalts muss man sich etwas einfallen lassen. In der Zwischenzeit bietet der Handel auch extra Beistellbettchen für Babys an. Diese haben den Vorteil, dass die Höhe des Babybettchens an die Höhe des Elternbetts stufenlos angepasst werden kann und eine spaltlose Verankerung am Elternbett möglich ist. Beistellbettchen z.B. von babybay (erhältlich bei vielen lokalen Händlern und auch bei Amazon) sind für die ersten 5-6 Monate eine gute Lösung, babybay maxi oder FabiMax können noch etwas länger benutzt werden. Dann wächst das Baby heraus und muss entweder in ein richtiges Kinderbett oder ins Elternbett umziehen.

Ein interessanter Blog zum Thema Babyschlaf mit weiteren Tipps zur Errichtung des Familienbetts findet sich bei Nestling.org.

Verursacht Co-Sleeping Schlafstörungen?

Immer wieder hört man, dass Kinder, die mit den Eltern in einem Zimmer schlafen, häufig aufwachen. Videoaufnahmen zeigten jedoch, dass diejenigen Kinder, die in ihrem eigenen Zimmer schlafen, genauso häufig aufwachen. Der einzige Unterschied liegt darin, dass die Eltern weniger gestört werden, wenn die Kinder nicht bei ihnen sind und gelernt haben, selbstständig wieder einzuschlafen. Viele Babys schlafen in der Nähe ihrer Eltern allerdings ruhiger als wenn sie einsam sind.

⇒ Das nächtliche Aufwachen von Babys und Kleinkindern ist keine Krankheit, sondern ein ganz normales Verhalten.

Durch Nähe, Körperkontakt und Stillen schlafen die Kleinen meist schnell wieder ein. Dennoch kommen viele Eltern mit dieser nächtlichen Ruhestörung nicht klar. Kinderärzte und Psychiater werden häufig von geplagten Eltern aufgesucht, die nach medikamentöser Behandlung dieser „Schlafstörung“ verlangen. In folgenden Büchern finden Sie zahlreiche Tipps, wie Sie unruhige Nächte mit Babys ohne Medikamente oder zweifelhafte Durchschlaftrainings bewältigen können:

Auch in den Stillgruppen finden geplagte Eltern gute Anregungen und emotionale Unterstützung. Eine weitere sehr gute Informationsquelle zum Zusammenschlafen ist die stillfreundliche und Evidenz-basierte, d.h. wissenschaftlich fundierte englischsprachige Seite mit dem Titel „Infant Sleep Information Source“: http://www.isisonline.org.uk/. Wenn Sie unter durchwachten Nächten leiden, lesen Sie zur Orientierung auch unseren Beitrag Regulationsstörungen: Wenn sich das Baby nicht beruhigen lässt. Des Weiteren bieten alle Stillberaterinnen auch Schlafberatung an, also z.B. die Stillberaterinnen der La Leche Liga und die meisten Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC. Manche Stillberaterinnen haben sich zu diesem Thema weiter spezialisiert und bieten persönliche Beratung an, z.B. Sibylle Lüpold, die Autorin von Ich will bei euch schlafen!.

Praktische Still-Nachtwäsche

Es ist sicherlich kein Muss, sich eigene Nachtwäsche für die Stillzeit zu besorgen. Aber gerade in der kühleren Jahreszeit friert man schnell, wenn man mit dem Oberkörper während des Stillens halb nackt ist und anschließend auch noch halb nackt eindöst. Nachtwäsche mit Knöpfen ist für solche Situationen unpraktisch, weil das Auf- und Zuknöpfen schon einiges an Konzentration erfordert und den Schlaf unnötigerweise unterbricht. Oberteile mit Reißverschlüssen bedeuten schon einen gewissen Fortschritt. Idealerweise sollte die Nachtwäsche einen ungehinderten Zugang zur Brust mit einfachen Handgriffen ermöglichen und am übrigen Körper rundum gut wärmen. Während noch vor 15 Jahren Stillnachtwäsche in Läden praktisch unbekannt war, bieten heute einige Online-Händler eine große Auswahl (z.B. Amazon). Stillshirts für den Tag können natürlich auch nachts getragen werden. Praktische Nachtwäsche kann die Stillzeit durchaus ein Stück weit erleichtern.

Quellenangaben für diesen Beitrag


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© Dr. Z. Bauer – Publikationen in der Stillförderung. 2003-2016.