Das Baby von der Flasche an die Brust gewöhnen

Mutter stillt ihr Baby Haut an Hautin zurückgelehnten Position

Viel Zeit in direktem Haut-zu-Haut-Kontakt, Geduld und „Baby-led-Latching“ erhöhen die Chance auf eine erfolgreiche Rückführung an die Brust. (© Kati Molin)

Saugverwirrung und Ablehnung der Brust durch das Baby sind häufige Erscheinungen. Im folgenden Beitrag geht es darum, wie ein Baby, das an die Flasche gewöhnt ist, an die Brust zurückgeführt werden kann, wenn Muttermilch durch Abpumpen und Handentleeren gebildet wird.

Hat sich ein Baby an die Flasche gewöhnt, lehnt es die Brust mitunter ab. Solchen Situationen geht in aller Regel ein sehr schwieriger Stillstart voraus, bei dem die Milchbildung nur verzögert in Gang kam und/oder das Baby Schwierigkeiten hatte, an der Brust effektiv zu saugen. Schwierige Geburten, Kaiserschnitte, unreife Neugeborene, unzureichende Unterstützung im Wochenbett, Trennung von Mutter und Kind können neben weiteren Ursachen zu einer solchen Situation führen. Klappt das Stillen an der Brust innerhalb von 12 bis 24 Stunden nach der Geburt nicht, wird das Baby in vielen Kliniken mit der Saugflasche ernährt, aus der die Milch anders kommt als aus der Brust – und zwar bei den Saugern aller Hersteller, unabhängig von deren Werbebotschaften. Das Baby prägt sich auf die Flasche, aus der die Milch kommt, und verlernt die korrekten Saugbewegungen, die für die Entleerung der Brust erforderlich sind (mehr zum Thema Saugverwirrung). Durch den schwierigen Stillstart und durch das Forcieren des Stillens verbindet das Baby Stress, Frustration und Angst mit der Brustwarze. Es fängt mitunter schon an zu schreien und sich zu verkrampfen, sobald es in die Nähe der Brust gelegt wird.

Mitunter liegen anatomische Probleme vor (z.B. ein zu kurzes Zungen– oder Lippenbändchen), evtl. Verspannungen im Kopf-, Schulter-, Nackenbereich durch die Geburt, eine übermäßige Schläfrigkeit z.B. aufgrund einer Neugeborenengelbsucht oder Medikationen, oder bestimmte (vorübergehende) neurologische Schwierigkeiten. Besondere Brustwarzenformen können das Anlegen ebenfalls erschweren. Eine Still- und Laktationsberaterin IBCLC kann durch eine gründliche Untersuchung die Ursachen des Problems oft identifizieren und behandeln. Mitunter kann die korrekte Positionierung bereits Wunder wirken.

Vielfach lösen sich die Ursachen für die Saugprobleme im Laufe der Tage und Wochen auf, die Ablehnung der Brust seitens des Babys kann jedoch bestehen bleiben. Die folgenden Vorschläge gelten für grundsätzlich gesunde Mütter und Babys, bei denen ungünstige Startbedingungen zur Ablehnung der Brust führten und die Mutter durch regelmäßiges Entleeren der Brust (z.B. durch Pumpen für 8- bis 12-mal am Tag für jeweils 15 Minuten mit einer elektrischen Verleihmilchpumpe mit Doppelpumpset, s. Abpumpen und Aufbewahren von Muttermilch und Die Milchmenge stiegern: Wie man mehr Milch bilden kann) ihre Milchbildung aufbauen konnte, um ihr Baby ausschließlich oder teilweise mit Muttermilch ernähren zu können.

Grundsätzliche Hinweise

Für die Mutter ist es extrem frustrierend, wenn das Anlegen des Babys nicht funktioniert und das Baby die Brust irgendwann nur noch anschreit. Das Baby lehnt jedoch nicht seine Mutter ab. Ein Baby, das nicht stillt, KANN NICHT stillen, zumindest im Augenblick. Unzählige Mütter mussten solche negative Erfahrungen schon durchmachen.

Die Mutter braucht für die Rückführung des Babys an die Brust sehr viel Zuspruch, Geduld und Ausdauer und sollte auf einen steinigen Weg mit Rückschlägen vorbereitet sein. Grundsätzlich sind die Chancen bei einem jungen Säugling besser als bei älteren: In den ersten Wochen bis Monaten stehen die Chancen noch gut und nehmen mit der Zeit ganz langsam ab. Es ist aber nie zu spät, es zu versuchen. Wenn man sich darauf einstellt, dass der Rückführungsprozess mehrere Wochen oder Monate dauern kann und auch darf, dann erspart man sich und auch dem Baby viel Stress.

Eine Grundregel bei der Rückführung ist, dass das Baby niemals zum Stillen gedrängt werden darf, d.h. Babys Köpfchen sollte niemals gegen die Brust gedrückt werden, sonst verstärkt sich die Ablehnung der Brust. Das Baby soll letztlich selbst entscheiden können, ob und wann es an die Brust zurückkehrt. Die Eltern „locken“ es an die Brust, üben aber keinen Zwang aus.

Desweiteren sollte das Baby gerade zufrieden und satt sein, wenn es an die Brust gewöhnt wird. Das Ziel ist nicht, dass es gleich aus der Brust trinkt, sondern zunächst, dass es die Nähe der nackten Brust erträgt, dass es langsam lernt sich dort wohl zu fühlen, irgendwann die Brustwarze in den Mund nimmt, dann ab und zu daran leckt oder nuckelt, dann öfter und länger daran nuckelt – zunächst um sich wohl zu fühlen (non-nutritives Saugen) und schließlich auch dann, wenn es hungrig ist, um zu trinken (nutritives Saugen).

Das Baby an die Nähe der Brust gewöhnen

Baby im Tuch auf nackter Haut mit der Mutter

Die weichen, elastischen Tragetücher eignen sich hervorragend zum Känguruen auf nackter Haut. Mutter und Kind tragen nur das Tragetuch. (© Rebdesign)

Lehnt das Baby die Brust der Mutter vehement ab, dann muss es ganz langsam wieder an die Nähe der Brust gewöhnt werden. Die Mutter kann sich hierzu zu Hause viel oben ohne aufhalten (den Rücken und Schulter z.B. mit einem Jäckchen bedecken, aber ohne Hemd und BH bleiben) und alle Aktionen mit dem Baby (wickeln, umziehen, baden usw.) auf diese Weise ausführen. So lernt das Baby, dass von der Brust keine „Gefahr“ ausgeht.

Oft muss sich das Baby in einem nächsten Schritt daran gewöhnen, mit der Mutter in direktem Haut-zu-Haut-Kontakt zu sein. Viel Zeit in direktem Haut-zu-Haut-Kontakt mit dem Baby unterstützt die Milchbildung, stabilisiert das Baby und erhöht auch die Chance, dass das Baby an die Brust zurückkehrt:

  • Die Mutter kann mit ihrem Baby im Bett auf nackter Haut schmusen, sich mit dem Baby zusammen entspannen und wohl fühlen.
  • Wenn die Mutter sich drinnen oder draußen aktiv bewegt, kann sie das Baby auf nackter Haut in ein elastisches Tuch binden, sodass der direkte Hautkontakt aufrechterhalten wird. Das elastische Tuch fungiert praktisch wie ein gemeinsames T-Shirt für Mutter und Kind und kann auch in Gesellschaft getragen werden (s. auch „Mit Tragetüchern die Milchbildung fördern“). Wenn Mutter und Kind viel schwitzen, kann das Baby z.B. ein Baumwollbody anhaben. Babys Köpfchen ist aber idealerweise in der Nähe von Mamas nackter Brust.
  • Mutter und Kind sollten möglichst direkt nebeneinander schlafen und auch dabei viel Hautkontakt genießen. Auch da kann sich das Baby an die direkte Nähe zur nackten Brust gewöhnen.

Die Fokussierung auf die Brust fördern

Das Baby wird direkt an der nackten Brust gefüttert.

Wenn das Baby immer neben der nackten Brust gefüttert wird, lernt es die Milch mit der Brust zu assoziieren. Idealerweise wird das Baby nicht mit der Flasche, sondern einem Becher gefüttert. (© Kirill Ryzhov)

Das Baby soll im nächsten Schritt lernen, dass Milch und Brust zusammenhängen. Die Mutter kann das Baby beim Füttern immer an die nackte Brust nehmen. Sie kann, als würde sie stillen, ihre Bluse und ihren Still-BH öffnen und das Baby in einer Stillposition direkt neben der nackten Brust füttern. Das Baby assoziiert die Stillposition, die warme, weiche Haut der Mutter und den angenehmen Duft der Brustwarzen, der speziell für das Baby in den Montgomery-Drüsen am Brustwarzenhof gebildet wird, mit der süßen Milch.

Falls das Baby mit einer Saugflasche gefüttert wird, sollten noch weitere Hinweise beachtet werden, damit die Rückführung an die Brust gefördert wird. Sie sollte das Baby dazu animieren, den Mund vor dem Trinken immer weit zu öffnen, indem sie Babys Lippen von der Nase zum Kinn mit dem Sauger streichelt. Wenn das Baby den Mund weit öffnet, wie zum Gähnen, dann kann es an die Flasche andocken. Dies lehrt das Baby, dass es vor dem Trinken den Mund immer weit öffnen muss, was das spätere Andocken an der Brust sehr erleichtert. Unter den Saugflaschen sind Weithalsflaschen mit möglichst rundem, weichem Sauger und einer breiten Lippenauflage zu bevorzugen (für mehr Hinweise siehe den Abschnitt Stillfreundliche Flaschenfütterung).

Wie das Baby die Brustwarze in den Mund nimmt

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Baby an die Brust zu bekommen. Verbringt das Baby sehr viel Zeit in direktem Hautkontakt mit der Mutter (z.B. im Bett oder im Tuch), nimmt es die Brustwarze vielleicht ganz nebenbei irgendwann spontan in den Mund: Wenn es gerade satt und zufrieden ist und nur ein bisschen nuckeln möchte. Wichtig ist, dass auch die Mutter sich dabei entspannen kann und keinen Druck auf sich und das Baby ausübt. Sie soll dem Baby lediglich die Gelegenheit durch Nähe und Hautkontakt bieten und die Sache nicht forcieren. Es liegt am Baby, die Gelegenheit zu nutzen – oder auch nicht.

In Indien wurde zur Heranführung des Babys an die Brust die sogenannte „Drop and Drip“-Methode entwickelt. Hier tropft man Milch über die Brustwarze der Mutter. Das Baby riecht die leckere Milch und leckt sie auf. Auf diese Weise entsteht ein Zungenkontakt und wiederum die Assoziation zwischen Brustwarze und Milch. Die „Drop and Drip“-Methode kann man z.B. ausführen, wenn Mutter und Baby gerade im Bett Haut an Haut kuscheln, am besten in der zurückgelehnten Stillposition (siehe Laid-Back-Nursing), mit Babys Kopf in direkter Nähe zur Brustwarze, ggf. ein bisschen weiter unten, aber nicht darüber. In dieser Position kann sich das Baby zur Brustwarze bewegen und daran lecken. Mit etwas Glück fängt es an, die Brustwarze in den Mund zu nehmen und daran zu saugen. Man kann das jeden Tag, ggf. auch mehrfach wiederholen.

Die Bereitschaft des Babys, an der Brust zu saugen, kann erhöht werden, indem andere Saugmöglichkeiten, vor allem der Schnuller und das Fläschchen, nicht angeboten werden (sog. „Saugdeprivation“).

=> Der Schnuller sollte weitgehend eingeschränkt und am besten komplett weggelassen werden.

Wenn das Baby sein Saugbedürfnis am Schnuller stillen kann, wird es weniger Interesse an der Brust haben. Durch das Weglassen des Schnullers wird das Baby eher bereit sein, die Brust zum Nuckeln zu entdecken. Zur Beruhigung des Babys und als Begleitung zum Einschlafen eignet sich die Brust hervorragend.

Auch nachts kann die Mutter als erstes die Brust zum Nuckeln anbieten, sobald das Baby unruhig wird. Wenn das Baby noch nicht ganz wach ist, akzeptiert es die Brust eher.

In dieser Phase sollte die Brust nicht zur Ernährung angeboten werden, sondern nach dem Trinken, zur Beruhigung, zum Einschlafen oder zum Aufwachen. Ein hungriges Baby gerät schnell in Aufruhr und verbindet die Brust wieder nur mit Frustration.

=> Falls möglich, sollte auch auf die Saugflasche verzichtet werden. Erhält das Baby die Milch aus einem Becher, dann kann es sein Saugbedürfnis nicht mehr bei der Fütterung befriedigen. Seine Bereitschaft, an der Brust zu saugen, steigt.

Es gibt kontroverse Meinungen dazu, wie konsequent die Flasche weggelassen werden sollte. Eine solche Umstellung und die fehlende Möglichkeit für das Baby, sein Saugbedürfnis auf gewohnte Weise zu befriedigen, bedeuten Stress für das Baby. Auch für die Mutter kann die Umstellung eine zusätzliche Belastung darstellen. Die Mutter kann ausprobieren, ob das Weglassen der Flasche für ihre individuelle Situation machbar und sinnvoll ist.

Baby schläft direkt neben der nackten Brustwarze

Wenn das Baby genügend Gelegenheiten erhält, wird es irgendwann vielleicht spontan andocken. (© Aleksey Mnogosmyslov)

Ans Stillen gewöhnen

Für die Rückführung des Babys an die Brust ist es sehr hilfreich, wenn die Mutter lernt, ihre Brust auch mit der Hand zu entleeren. Die Handentleerung kann einerseits die Milchbildung steigern (siehe Hands-on-Pumping), und andererseits kann die Mutter ihre Milch auch direkt zum Mund des Babys ausdrücken und somit das Interesse des Babys wecken. Auch Milchtropfen an der Brustwarze animieren das Baby zum Andocken. So kann das Baby, wie bei der „Drop-and-Drip-Methode“ die Milch ablecken. Außerdem kennen es Babys, die mit der Flasche gefüttert wurden, gar nicht mehr, dass sie zum Beginn erstmal trocken saugen müssen, damit der Milchfluss angeregt wird. Bei der Flasche läuft die Milch sofort, ohne dass das Baby etwas dafür tun müsste. Wenn das Baby an der Brust trinken will und nicht sofort etwas kommt, ist es frustriert. Wenn die Mutter mit der Hand den Milchspendereflex vor dem Ansetzen des Babys auslöst, läuft die Milch sofort.

Das korrekte Anlegen (das Baby soll den Mund groß aufmachen, um die Brustwarze und den Warzenhof tief umfassen zu können) ist natürlich auch hier das A und O, um das effektive Saugen zu ermöglichen und wunde Brustwarzen zu vermeiden. Idealerweise wird das Anlegen von einer Hebamme oder Stilbleraterin überprüft und korrigiert.

Manche Babys lassen sich mit Stillhütchen an die Brust locken. Denn das Stillhütchen erinnert an die Plastiksauger. Man kann die Stillhütchen mit Milch füllen, und auch auf diese Weise das Andocken schmackhaft machen.

Es lohnt sich eine Reihe verschiedener und auch ungewöhnlicher Stillpositionen auszuprobieren, bis das Baby die Brust in einer der Positionen vielleicht annimmt. Das „Laid-back-nursing“ wird für solche Fälle oft empfohlen und auch das „aufrechte“ Anlegen (s. z.B. beim International Breastfeeding Center). Eine ausführliche, deutschsprachige Videoanleitung zu den Stillpositionen findet sich unter www.stillkinder.de (kostenpflichtig), englischsprachige Videos zur Veranschaulichung.

Wenn die Mutter reichlich Milch bildet, entdeckt das Baby vielleicht, dass Saugen an der Brust mit Milch belohnt wird. Reicht die Milchbildung der Mutter noch nicht aus, oder beherrscht das Baby das effektive Saugen an der Brust noch nicht, dann können eine Sonde oder das Brusternährungsset eingesetzt werden, um das Baby an der Brust zu füttern. Denn wenn aus der Brust keine oder nur wenig Milch läuft, dann wird das Baby schnell aufgebracht. Mithilfe der Zufütterung an der Brust wird das Baby belohnt und zum weiteren Saugen animiert.

Um das Baby zu beruhigen, kann die Mutter während des Anlegens auf einem Gymnastikball oder in einem Schaukelstuhl sitzen und sich rhythmisch bewegen.

Manche Babys sind nicht mehr in der Lage, das richtige Saugmuster an der Brust zu erlernen. Einige Stillberaterinnen praktizieren so genannte Saugtrainings, mit deren Hilfe falsche Saugmuster korrigiert werden können.

Die Häufigkeit der Mahlzeiten

Mütter, die bislang die Flasche gegeben haben, sind manchmal daran gewöhnt, dass das Baby relativ selten (z.B. 5- bis 8-mal) und jeweils viel auf einmal trinkt (z.B. 100-160 ml und mehr). Viele gestillte Babys trinken aber ganz häufig, z.B. alle 1-2 Stunden und nur relativ geringe Mengen auf einmal. Es ist nicht außergewöhnlich, dass ein Baby auch 16-mal am Tag und durchschnittlich nur 50 ml trinkt, wobei sowohl die Häufigkeit als auch die getrunkene Menge von Mal zu Mal stark variieren. Das so genannte Cluster-Stillen, bei dem das Baby zu bestimmten Tageszeiten (vor allem abends) Stunden lang immer wieder an der Brust trinkt, ist unter gestillten Säuglingen weit verbreitet.

=> Ein häufiges Trinkmuster kann sowohl für die Milchbildung als auch für die Rückführung des Babys an die Brust hilfreich sein.

Es ist einfacher, das Baby an die Brust zu gewöhnen, wenn es häufig an der Brust ist und möglichst viel Zeit direkten, ungehinderten Zugang zur Brust hat. Um das häufige Stillen zu fördern, empfiehlt es sich, dem Baby pro Mahlzeit weniger Säuglings- oder Muttermilch aus der Flasche zu geben und gleichzeitig aber auch nicht zu warten, bis es ausgehungert ist, sondern es bei den ersten Hungerzeichen zu füttern. Abgepumpte Muttermilch kann bei Raumtemperatur mehrere Stunden gelagert werden (zur Haltbarkeit von Muttermilch). Wird das Baby mit Formula zugefüttert, kann das Milchpulver mit vorgekochtem Wasser vermischt werden, das bereits auf Raumtemperatur abgekühlt ist. So kann die angerührte Milch sofort gefüttert und für wenige Stunden auf Raumtemperatur aufbewahrt werden, falls das Baby die Milch nicht auf einmal austrinkt.

Unterstützung ist wichtig!

Idealerweise wird die Mutter im Haushalt und von der Betreuung von Geschwisterkindern entlastet und mit allem versorgt, was sie braucht, damit sie viel Zeit mit ihrem Baby verbringen und sich entspannen kann. Meist muss sie ohnehin bereits viele Stunden am Tag Milch gewinnen, um ihre Milchbildung zu steigern oder aufrechtzuerhalten. Es gibt viele Stillberaterinnen, die die Mutter bei der Rückführung des Babys an die Brust Schritt für Schritt unterstützen können, sie bei der Aufrechterhaltung der Milchbildung begleiten und die Anwendung von Stillhilfsmitteln zeigen, falls diese erforderlich werden. In einer Stillgruppe kann sich die Mutter mit anderen Müttern austauschen, Rat, Rückhalt und Ermutigung einholen. Besonders wichtig ist auch der Zuspruch und die emotionale Unterstützung durch die Angehörigen.

Quellen:

  • Australian Breastfeeding Society: Relaktation. https://www.breastfeeding.asn.au/bfinfo/relactation-and-adoptive-breastfeeding
  • Bonyata K: Help — My Baby Won’t Nurse! http://kellymom.com/ages/newborn/nb-challenges/back-to-breast/
  • Wambach K, Riordan J: The infant who has not latched on. In: Breastfeeding and human lactation. Jones & Bartlett Learning, S. 240 ff. 2016, 5. Aufl.
  • Walker M: Reluctant nurser. In: Breastfeeding management for the clinician. Using the evidence. Jones & Bartlett Learning, S. 287 ff. 2014, 3. Aufl.
  • Walker M: Previous or concurrent use of artificial nipples and pacifiers. In: Breastfeeding management for the clinician. Using the evidence. Jones & Bartlett Learning, S. 273 ff. 2014, 3. Aufl.
  • Wiessinger D, West D, Pitman T, La Leche League International: None of this is working! My baby isn´t latching! In: The womanly art of breastfeeding. 2010, 8. Aufl., S. 76 ff.

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