Buchempfehlungen

Gute und schlechte Stillratgeber

Es ist eine große Anzahl verschiedener Stillratgeber im Umlauf, viele davon sehr hilfreich. Am wichtigsten ist es, "Infobroschüren" der Säuglingsnahrungsindustrie als Werbung zu identifizieren. Sie werden Schwangeren und jungen Müttern oft als Willkommensgeschenk bei Frauenärzten und in Entbindungskliniken überreicht. Sie sind in der Regel aufwendig und ansprechend gestaltet, bebildert mit schönen und glücklichen Müttern und Babys. Sie geben sich als Stillratgeber aus und enthalten häufig tatsächlich einige brauchbare Tipps mit dem Ziel, das Vertrauen der Mütter zu wecken. Doch sie implizieren, dass Stillen problematisch und frühes Abstillen normal sei, und dass Säuglingsmilch ein gleichwertiger Ersatz für Muttermilch sei. Sie setzen bei den Leserinnen dadurch die Hemmschwelle herab, bei Stillproblemen zur Flasche zu greifen. Wenn Sie solche Broschüren bekommen, sollten Sie sie gleich wegwerfen und sich am besten bei dem Frauenarzt oder der Entbindungsklinik beschweren, da die Verteilung solcher Broschüren den internationalen Code für die Vermarktung von Muttermilchersatznahrung verletzt. Stattdessen können Sie z.B. die Stillempfehlungen der Nationalen Stillkommission verlangen, die idealerweise während der Schwangerenvorsorge bei jeder Frau in den Mutterpass gelegt werden sollte.

Empfehlenswerte Stillbücher

Zum Glück gibt es Stillratgeber, die mit ihrer Kompetenz und Aktualität hervorstechen. Hier sollen einige Beispiele genannt werden.

Zs. Bauer, www.still-lexikon.de, 2005, 2010; Für die Nutzung der Titelbilder wurde die Erlaubnis der Verlage bzw. der Schweizerischen Stiftung zur Förderung des Stillens eingeholt.