Regelmäßige sportliche Aktivität ohne Überbelastung - z.B. Rückbildungsgymnastik als gezieltes Muskeltraining und Laufen oder Radeln als Kreislauftraining - wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Mutter aus, ohne irgendwelche Probleme beim Stillen zu verursachen. Das größte Hindernis is meist Zeitmangel und Erschöpfung - insbesondere, wenn das Baby sehr anspruchsvoll ist.
Intensiver Sport kann in seltenen Fällen Probleme beim Stillen bereiten. Die Erschütterung der Brüste und das Reiben der Brustwarze an der Kleidung - z.B. beim Joggen ohne gut stützenden BH - kann möglicherweise zur Reduktion der Milchmenge führen. Weiterhin gelangt die bei belastender sportlicher Tätigkeit in anaerobem Bereich (z.B. bei schnellen, viel Energie fordernden Bewegungen wie dem 400-Meter-Lauf) entstehende Milchsäure aus dem Blut in die Milch. Die sonst süße Muttermilch wird durch die Milchsäure etwas bitter und sauer, was zur Ablehnung der Milch durch das Baby führen kann. Die höchste Konzentration von Milchsäure wurde in einer Studie 10 bzw. 30 Minuten nach der sportlichen Aktivität gemessen, je nachdem, ob die Mutter mit vollen oder leeren Brüsten Sport trieb. Die Milchsäurekonzentration blieb insgesamt über 90 Minuten erhöht. Schweiß an der Brustwarze kann ebenfalls zur Ablehnung der Brust führen.
Sport in Maßen ist gesund und verursacht keine Probleme. Durch folgende Maßnahmen können eventuelle Probleme vermieden werden:
Quellen:
Zs. Bauer, www.still-lexikon.de, 2005-2006; Letzte Änderung: 23. November 2006
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